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Kapitel 6
Erste Schritte
»Auf den Geist muss man schauen.
Denn was nützt ein schöner Körper,
wenn in ihm nicht eine schöne Seele wohnt.«
6
Euripides (um 485/480–406 v. Chr.),
griechischer Tragödienschreiber
Was Sie in diesem Kapitel erwartet
Während sich der Ubuntu-Desktop in den vergangenen Jahren eher evolutionär entwickelt
hat, vollzieht sich seit dem Erscheinen der Version 11.04 eine Revolution. Diese hört auf den
Namen Unity. Unity schmeißt viele Traditionen über Bord und stößt daher einige Benutzer
vor den Kopf. So findet man im Internet sehr viele Nutzer, die mit Linux aufgewachsen sind
und jetzt durch Unity quasi den Untergang des Abendlandes prophezeien. Ich halte diese
Äußerungen für maßlos übertrieben. Canonical hat Unity nicht ins Leben gerufen, um uns
Anwender zu verärgern, sondern um neue Anwender zu gewinnen und die Bedienung eines
Computers immer einfacher werden zu lassen. So will Canonical die Anzahl der Benutzer in
den nächsten Jahren auf ca. 200 Millionen erhöhen.
Unity ist keine eigene Programmsammlung, also keine richtige Arbeitsumgebung, sondern
eher eine neue Art der Benutzerführung. Die Ubuntu-Eigenentwicklung greift dabei wie
gehabt überwiegend auf die Programme der Standard-Arbeitsumgebung GNOME zurück.
Dieses Kapitel zeigt Ihnen eine Menge hilfreicher Tipps und Tricks für den Umgang mit
GNOME und Unity.
Benötigtes Vorwissen
Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Für einige Tipps sollten Sie den grundlegenden Umgang
mit dem Terminal beherrschen (siehe Abschnitt »Das Terminal«).
GNOME
Das GNOME-Projekt wurde 1997 von Miguel de Icaza und Federico Mena-Quintero ins Leben
gerufen, um eine freie Alternative zu KDE zu schaffen, der auf dem Qt-Toolkit aufbaut, das
damals noch nicht unter einer freien Lizenz stand.
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