Download 9. - Fagor Automation
Transcript
Programmierungshandbuch 9.6.1 Grundlegende Funktionsweise Bohren 1. Schnellverstellung bis zum Näherungspunkt, der sich in einem Sicherheitsabstand "D" von der Bohrungsstelle befindet. 2. Erste Bohreindringung in Arbeitsvorschub. Verfahren im Arbeitsvorlauf auf der Längsachse, bis die inkrementale Tiefe, die unter "D + B" einprogrammiert wurde, erreicht wird. GRUNDZYKLUS G83. Feszyklus axialer Bohrung / Gewindebohrzyklus 9. 3. Bohrschleife. Die folgenden Arbeitsschritte werden wiederholt, bis zum Koordinatenwert für die einprogrammierte Tiefe unter "I". Rücklauf im Schnellgang (G00), die angegebene Mater ialmenge (H) oder bis Annäherungspunkt. Schnelle Annäherung (G00) bis auf eine Entfernung "C" des vorherigen Bohrarbeitsganges. Nächster Bohrschritt. Verfahren im Arbeitsvorlauf (G01), bis zur folgenden inkrementalen Vertiefung gemäß den Parametern "B" und "R". 4. Wartezeit K in Hundertstelsekunden auf dem Grund der Bohrung, wenn diese einprogrammiert wurde. 5. Rücklauf im Eilgang (G00) bis zum Zustellpunkt. Gewindebohren 1. Schnellverstellung bis zum Näherungspunkt, der sich in einem Sicherheitsabstand "D" von der Gewindeschneidstelle befindet. 2. Gewindeschneiden. Verfahren im Arbeitsvorlauf auf der Längsachse, bis die inkrementale Tiefe, die unter "D + B" einprogrammiert wurde, erreicht wird. 3. Umkehrung des Spindeldrehsinns. Wurde K programmiert, hält der Spindelstock an und startet nach Ablauf einer programmierten Zeit im entgegengesetzten Sinne. 4. Rücklauf in Arbeitsvorschub bis zum Näherungspunkt. Interpoliertes Gewindeschneiden 1. Das Gewindeschneiden erfolgt in der Mitte des Werkstücks (X0). Schnellverstellung bis zum Näherungspunkt, der sich in einem Sicherheitsabstand "D" von der Gewindeschneidstelle befindet. 2. Gewindeschneiden. Verstellung bis zur in "D+B" programmierten inkrementalen Tiefe. Es erfolgt eine Interpolation der Hauptspindel (die sich im Moment dreht) mit der Z-Achse. Man kann das starre Gewindeschneiden nicht stoppen und auch nicht die Bearbeitungsbedingungen verändern. Es werden 100% der programmierten S und F ausgeführt. 3. Umkehrung des Spindeldrehsinns. Wurde K programmiert, hält der Spindelstock an und startet nach Ablauf einer programmierten Zeit im entgegengesetzten Sinne. 4. Rücklauf in Arbeitsvorschub bis zum Näherungspunkt. Für die grafische Darstellung des interpolierten Gewindeschneidens wird die Farbe "ohne Kompensation" benutzt. Am Ende des Arbeitsablaufs hält der Spindelstock an (M5). CNC 8035 MODELL ·T· (SOFT V16.3X) Überlegungen Die Bearbeitungsbedingungen (Vorschubgeschwindigkeit, Drehzahl der Spindel, usw.) müssen vor dem Aufruf des Zykluses einprogrammiert werden. Handelt es sich um ein Gewindeschneiden (interpoliert oder mit Gewindebohrer), bleibt die allgemeine logische Ausgabe "TAPPING" (M5517) während der Zyklusausführung aktiv. Sobald erst einmal der Festzyklus beendet wurde, wird der Arbeitsablauf mit dem gleichen Vorschub F und den gleichen Funktionen G fortgesetzt, mit denen der Zyklusaufruf möglich ist. Nur der Radiusausgleich des Werkzeugs wird abgeschaltet, wenn dieser aktiviert ist, und dann wird der Arbeitsablauf mit der Funktion G40 fortgesetzt. ·186·