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Semantic Web – basiertes System zur Unterstützung von Workflow- und Projektmanagement 2. Grundlegende Betrachtungen Definition 5: Workflow Hinter einem Workflow verbirgt sich die informationstechnische Realisierung eines Prozesses in Form einer direkt ausführbaren Tätigkeitsanweisung, welche aus einzelnen durchzuführenden Aktivitäten besteht. Workflows lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise klassifizieren und beschreiben. Eine mögliche Klassifikation beruht auf der Beschreibbarkeit des auszuführenden Workflows. Neben gut strukturierten Workflows existieren dabei auch strukturlose Workflows, die nicht in eine Abfolge von Tätigkeiten zerlegt werden können. Sowohl bei elementaren Tätigkeiten als auch bei strukturlosen Workflows ist eine textuelle Beschreibung der Tätigkeit in irgendeiner Form nötig. Eine Übersicht über eine mögliche Kategorisierung des Workflow-Begriffs zeigt Tabelle 1. 1. Stark strukturierte Workflows (Routine-Workflows) hohe Planbarkeit, relativ „geringe“ Komplexität, immer vorhersagbar 2. Teilweise strukturierte Workflows (Regel-Workflows) sind noch kontrollierbar, Lösungsweg ist nur noch teilweise festgelegt 3. Nicht strukturierte Workflows (ad-hoc-Workflows) nicht planbar und daher nicht vorhersagbar, Steuerungskomplexität wird zu groß Tabelle 1: Kategorisierung von Workflows nach der Struktur Daneben lassen sich Workflowmodelle in objektbasierte und aktivitätsbasierte Workflows einteilen. Objektbasierte (entity-based) Workflow beschreiben im Kern Dokumente, welche bis zu Ihrer endgültigen Fertigstellungen verschiedene Zustände durchlaufen. Im Mittelpunkt der Beschreibung steht der einzelne Arbeitsschritt („work item“), wie das entsprechende Objekt in dem jeweiligen Zustand verändert wird. Dem gegenüber stehen aktivitätsbasierte Workflows, welche eine Abfolge durchzuführender Tätigkeiten in den Mittelpunkt stellen, um die Gesamtaufgabe abzuschließen. Beide Konzepte werden kontrovers diskutiert, wobei die Meinung vertreten wird, dass objektbasierte Workflows für einfache Sachverhalte sehr geeignet sind, sehr komplexe Tätigkeiten aber nur mit einem aktivitätsbasierten Workflowkonzept realisiert werden könnten. Parallel dazu gibt es Meinungen, dass im Grunde beide Konzepte auf einer niedrigeren Ebene ineinander überführbar sind4. 4 vgl. http://wiki.zope.org/zope3/TryingToUnifiyWorkflowConcepts Diplomarbeit André Langer Seite 39 / 138