Download Volltext

Transcript
4.4. Mikromechanisches Sensor-Aktuator-System
55
umschließt. Mit dieser Variante sind die Elektroden zur Anregung sowie Detektion beider
FMD-Systeme zugänglich. Grund dafür ist, dass bei der BDRIE-Technologie direkt das
Silizium als elektrischer Leiter genutzt wird und es somit nicht möglich ist, sich kreuzende Leiterzüge herzustellen. Der Aufbau des gesamten Sensor-Aktuator-Systems ist in
Abb. 4.26 dargestellt.
Resonator
Resonator
Federn
Erreger-/Testelektroden
Auswerte-/Testelektroden
Breitbandschwinger
Erreger-/Testelektroden
Koppelektroden
Ankerpunkte
Auswerte-/Testelektroden
Koppelelektroden
Breitbandschwinger
Dämpferelemente
Dämpferelemente
(a) 2D-Skizze
(b) 3D-Modell
Abb. 4.26: Aufbau des Sensor-Aktuator-Systems
Im Folgenden wird die Dimensionierung des FCOS bestehend aus Breitbandschwinger
und Resonator beschrieben. Die deutlich unterschiedlichen Frequenzgänge der beiden
FMD-System stellen dabei eine Besonderheit dar. Es wird die Bewegungsgleichung im
Frequenzbereich gelöst und die einzelnen Parameter wie z. B. Resonanzüberhöhung des
Resonators oder Frequenzbereich des Breitbandschwingers bei dafür optimaler Dämpfung
extrahiert.
4.4.1 Lösung der Bewegungsgleichung im Frequenzbereich
Der Frequenzgang gibt Aufschluss über Amplitude und Phasenlage der Bewegung der seismischen Masse bei harmonischer Erregung im eingeschwungenen Zustand. Für ein FMDSystem mit einem Freiheitsgrad gilt die allgemeine Schwingungs-Differenzialgleichung
auch bekannt als Bewegungsgleichung [GD06, FS84]:
mẍ + dẋ + kx = g(t)
(4.37)
bzw. ẍ + 2ϑω0 ẋ + ω02 x = g(t)·m−1
(4.38)
s
k
m
d
und ϑ = √
.
2 mk
mit ω0 =
(4.39)
(4.40)