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3 Methode zur Aufbereitung digital erfasster menschlicher Bewegung für die Bewegungsgenerierung
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Um den beschriebenen Anforderungen genügen zu können, wurde für die
Methodenentwicklung
zunächst
der
Untersuchungsbereich
eingegrenzt.
Anschließend erfolgten Laborversuche zur Identifizierung der relevanten
Einflussgrößen. Den Abschluss der Vorüberlegungen bildete die Auswahl bzw.
Prüfung eines Systems zur Bewegungserfassung.
3.2.1 Eingrenzung des Untersuchungsbereiches
Im Zuge der Planung von Arbeitssystemen werden arbeitswissenschaftliche Modelle
angewandt, um häufig untersuchte Sachverhalte der menschlichen Arbeit abbilden
und bewerten zu können, etwa zur Vorgabezeitermittlung oder zur
Belastungsbeurteilung.
Die
Erkenntnisse
stammen
hauptsächlich
aus
Beobachtungen und daraus resultierenden Zeitbestimmungen, wobei Posen und
Bewegungen zergliedert und mit Parametern belegt werden. Ein denkbarer Ansatz
für die Bewegungssynthese ist es daher, invers kinematisch erstellte Bewegungen
mittels arbeitswissenschaftlicher Parameter zu korrigieren, indem etwa Erkenntnisse
zu Ablaufzeiten oder Vorzugs-Winkelbereichen bei der Kinematik berücksichtigt
werden. Dabei entstehen jedoch idealisierte Bewegungsmuster, welche nicht
zwingend der üblichen Ausführungsart des Menschen entsprechen (vgl.
Hypothese 1, Kapitel 2.6), wodurch Prognosen zu Vorgabezeit und Belastung
verfälscht werden. Außerdem ist die biomechanische Korrektheit nicht gewährleistet,
sodass Gleichgewichtsbedingungen bspw. nicht eingehalten werden. Derart
theoretische Überlegungen eignen sich lediglich zur Vorauswahl der zu
betrachtenden Verrichtungen, welche anschließend auf Basis echter menschlicher
Bewegungen untersucht werden müssen.
Aufgrund ihrer überschaubaren Anzahl an Parametern erfolgten die Untersuchungen
anhand von Elementarverrichtungen. Auf Basis der in den vorangegangenen
Kapiteln aufgezeigten Erkenntnisse wurden die folgenden Verrichtungen zur weiteren
Untersuchung ausgewählt, wobei davon ausgegangen wurde, dass diese den
Großteil üblicher Arbeitstätigkeiten abdecken:

Elementarverrichtungen des menschlichen Manövrierens im Arbeitsraum
(z. B. Setzen, Aufstehen, Laufen, Warten, Wenden),

Elementarverrichtungen der Handhabung von Objekten (z. B. Aufnehmen,
Tragen, Ablegen),

Elementarverrichtungen zur Handhabung und Applikation von einfachen
Werkzeugen (z. B. Pistolenwerkzeug auf Punkt applizieren, Knopf drücken),

Elementarverrichtungen
zur
Handhabung
an
Werkstücken
(z. B.
Überstreichen einer Fläche, Einschrauben einer Schraube von Hand).
Spezialverrichtungen sowie Filigranarbeiten oder Bewegungen mit besonderer
Sorgfalt und Präzision wurden vorerst nicht betrachtet.