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2.8 Klinische Studien 69 1 Der Tumor ist auf das Ursprungsorgan begrenzt; makroskopisch komplette Entfernung mit oder ohne mikroskpischen Resttumor; verdächtige ipsi− und kontralaterale Lymphknoten histologisch negativ 2a Unilateraler Tumor mit makroskopisch inkompletter Entfernung; verdächtige ipsi− und kontralaterale Lymphknoten sind histologisch negativ 2b Unilateraler Tumor mit makroskopisch kompletter oder inkompletter Entfernung; ipsilaterale regionale Lymphknoten positiv, verdächtige kontralaterale Lymphknoten histologisch negativ 3 Tumorinfiltration über die Mittellinie hinaus mit oder ohne Lymphknoten− befall oder unilateraler Tumor mit kontralateraler Lymphknotenbeteiligung oder Mittellinientumor mit bilateralem Lymphknotenbefall 4 Dissemination des Tumors zu entfernten Lymphknoten, Knochen, Knochenmark, Leber und/oder anderen Organen (außer Stadium 4S) 4S Lokalisierter Primärtumor wie beim Stadium 1 oder 2 mit Disseminierung nur in Leber, Haut und/oder Knochenmark Abbildung 2.34: Stadieneinteilung Risikogruppen Die Einteilung in Risikogruppen dient der Parametrisierung der Behandlungsstrategie. Sie wird zu Beginn der Behandlung bestimmt und fließt u. a. in die Berechnung von Medikationen ein. Die Risikoabschätzung beruht auf dem Stadium, der Resektabilität, dem histologischen Grad, dem sogenannten LDH-Wert, dem Alter und dem Allgemeinzustand bei Diagnose. Die Risikoabschätzung wird für jedes Stadium getrennt durchgeführt. Für das Stadium 4S sind Resektabilität und Allgemeinzustand ausschlaggebend. Letzterer wird nur dadurch berücksichtigt, ob der Patient kritisch krank ist oder nicht. Nur die Patienten der Gruppe 4S-C werden initial behandelt. Abbildung 2.35 zeigt die Definition der Risikogruppen für das Stadium 4S und soll einen Eindruck von der Einteilung vermitteln. Gruppe Definition Prognose (> 6. J.) EFS % 4S−A 4S−B 4S−C Primärtumor komplett entfernbar initialer AZ ohne progn. Bedeutung Primärtumor nicht komplett entfernbar initialer AZ: nicht kritisch krank Primärtumor nicht komplett entfernbar initialer AZ: kritisch krank S% 89 ± 6 96 ± 4 72 ± 9 71 ± 14 0 0 Abbildung 2.35: Risikogruppen Tumorreduktion Die Tumorreduktion dient als Maß für eine Reihe von Beurteilungen des Behandlungserfolges. Sie beruht auf der Ausmessung des Tumorvolumens im Computertomogramm, Sonogramm oder Magnetresonanztomogramm [26]. Die Ausmessungen werden in der Schnittebene der größten Ausdehnung und im Winkel von 90◦ dazu durchgeführt. Das Volumen wird dann nach einer Näherungsformel berechnet. Die Beurteilung der relativen Tumorreduktion (TR) bezieht sich auf das Volumen bei Diagnose und das Volumen bei Respon-