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2.8 Klinische Studien
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1
Der Tumor ist auf das Ursprungsorgan begrenzt; makroskopisch komplette
Entfernung mit oder ohne mikroskpischen Resttumor; verdächtige ipsi−
und kontralaterale Lymphknoten histologisch negativ
2a
Unilateraler Tumor mit makroskopisch inkompletter Entfernung;
verdächtige ipsi− und kontralaterale Lymphknoten sind histologisch
negativ
2b
Unilateraler Tumor mit makroskopisch kompletter oder inkompletter
Entfernung; ipsilaterale regionale Lymphknoten positiv,
verdächtige kontralaterale Lymphknoten histologisch negativ
3
Tumorinfiltration über die Mittellinie hinaus mit oder ohne Lymphknoten−
befall oder unilateraler Tumor mit kontralateraler Lymphknotenbeteiligung
oder Mittellinientumor mit bilateralem Lymphknotenbefall
4
Dissemination des Tumors zu entfernten Lymphknoten, Knochen,
Knochenmark, Leber und/oder anderen Organen
(außer Stadium 4S)
4S
Lokalisierter Primärtumor wie beim Stadium 1 oder 2 mit
Disseminierung nur in Leber, Haut und/oder Knochenmark
Abbildung 2.34: Stadieneinteilung
Risikogruppen
Die Einteilung in Risikogruppen dient der Parametrisierung der Behandlungsstrategie. Sie
wird zu Beginn der Behandlung bestimmt und fließt u. a. in die Berechnung von Medikationen ein. Die Risikoabschätzung beruht auf dem Stadium, der Resektabilität, dem histologischen Grad, dem sogenannten LDH-Wert, dem Alter und dem Allgemeinzustand bei
Diagnose. Die Risikoabschätzung wird für jedes Stadium getrennt durchgeführt. Für das
Stadium 4S sind Resektabilität und Allgemeinzustand ausschlaggebend. Letzterer wird nur
dadurch berücksichtigt, ob der Patient kritisch krank ist oder nicht. Nur die Patienten der
Gruppe 4S-C werden initial behandelt. Abbildung 2.35 zeigt die Definition der Risikogruppen für das Stadium 4S und soll einen Eindruck von der Einteilung vermitteln.
Gruppe Definition
Prognose (> 6. J.)
EFS %
4S−A
4S−B
4S−C
Primärtumor komplett entfernbar
initialer AZ ohne progn. Bedeutung
Primärtumor nicht komplett entfernbar
initialer AZ: nicht kritisch krank
Primärtumor nicht komplett entfernbar
initialer AZ: kritisch krank
S%
89 ± 6
96 ± 4
72 ± 9
71 ± 14
0
0
Abbildung 2.35: Risikogruppen
Tumorreduktion
Die Tumorreduktion dient als Maß für eine Reihe von Beurteilungen des Behandlungserfolges. Sie beruht auf der Ausmessung des Tumorvolumens im Computertomogramm, Sonogramm oder Magnetresonanztomogramm [26]. Die Ausmessungen werden in der Schnittebene der größten Ausdehnung und im Winkel von 90◦ dazu durchgeführt. Das Volumen
wird dann nach einer Näherungsformel berechnet. Die Beurteilung der relativen Tumorreduktion (TR) bezieht sich auf das Volumen bei Diagnose und das Volumen bei Respon-