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die Flußmeister 2009
Gesamtprojekt wird voraussichtlich im Jahr 2020 abgeschlossen sein. Deiche und Mauern allein sind jedoch nicht
nachhaltig. Es wurde daher ein umfassendes, ganzheitliches
Schutz- und Vorsorgesystem erarbeitet, das alle Handlungsfelder für einen zukunftsweisenden Hochwasserschutz der
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) umfasst.
Die Handlungsfelder sind:
◗ Flächenmanagement
◗ Technischer Hochwasserschutz
◗ Hochwasservorsorge
◗ Gefahrenkarten
◗ Bewusstseinsbildung
Besonders innovativ ist dabei, dass die Verhaltensvorsorge,
insbesondere der Katastrophenschutz, als unverzichtbare
Ergänzung der wasserwirtschaftlichen Planung und gleichberechtigter Teil des Gesamtprojektes begriffen wird. Eine
Maßnahme des Handlungsfeldes Hochwasservorsorge ist
das Deichbruchmodell Mangfall.
Deichbruchmodell – auf einen Blick
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Notwendigkeit und Einsatzbereich
- bereits bei Abflüssen < HQ100 kann es zu
Deichbrüchen kommen
- Ort und Zeitpunkt sind nicht vorhersagbar
- gefährdete Gebiete unterscheiden sich grundlegend
von der Gefahrenkarte / ÜG Karte
Zielsetzung
- rasche Information der Katastrophenschutzleitung
über Auswirkung eines lokalen Deichbruchs
- Entscheidungshilfe für Evakuierungen
- Echtzeitmodell – keine Szenarien
Leistung des Modells
- Erstellung von Lageplänen mit betroffenen Flächen
nach ca. 20 Minuten Rechenzeit
Ablauf während des Hochwassers
Im Hochwasserfall werden durch die Gemeinden die Deichwehren gestellt. Die Deichwehren erkennen durch entsprechende Schulungen des WWA Rosenheim rechtzeitig
mögliche Deichbrüche. Für die praktischen Übungen wurde
am Feuerwehrübungsplatz Rosenheim erstmals in Bayern
auf Anregung und Planung des Planungsteams ein flutbarer
Übungsdeich gebaut, den alle Landkreisfeuerwehren nutzen
können.
Die Meldung eines bevorstehenden Deichbruchs wird dann über
den Katastrophenstab
an das Wasserwirtschaftsamt weitergeleitet. Am WWA werden dann sofort die
erforderlichen Daten
wie, Flusskilometer
eines oder mehrerer
Deichbrüche, abgelaufene Abflüsse der vergangenen 10
Stunden und prognostizierte Abflüsse der kommenden 7
Stunden, in das Deichbruchprogramm eingegeben und
die Berechnung gestartet.
Mit diesen Daten rechnet
das Modell auf Basis eines
eigens dafür optimierten und
beschleunigten zwei dimensionalen Netzes die Überschwemmungsflächen für die
eingegebenen Deichbrüche.
Die Berechnung dauert ca.
20 Minuten. In der Zwischenzeit wird die Gefahrensituation vor Ort von Fachleuten
der Wasserwirtschaftsverwaltung geprüft. Als Ergebnis der Berechnungen werden DXF Dateien für jeden
Stundenschritt erzeugt, die
die überfluteten Bereiche
darstellen.
Dateneingabe:
Startmaske – Abflussdaten Deichbruchstellen
Auswirkungen mit ohne Deichbruch bei HQ20
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die Flussmeister 2009.indd 16
Prozessfarbe CyanProzessfarbe
CyanProzessfarbe MagentaProzessfarbe
MagentaProzessfarbe GelbProzessfarbe
GelbProzessfarbe Schwarz
Bund der Flußmeister Bayerns
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