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RHIA/VERA - Büro - Verfahren 261 nur um Arbeitsüberlastung, Unterbrechungen und andere Belastungen, sondern und vor allem um die Beschränkung der Bewältigungsmöglichkeiten der behindernden Ereignisse. Eignung zur Operationalisierung <F>: gegeben, da über Regulationshindernisse und den Aufwand zu deren Überwindung bzw. über Regulationsüberforderungen operationalisierbar. Wertebereich: Obwohl Behinderungen bei der Durchführung einer Arbeitsaufgabe auftreten, muss das Ergebnis der Arbeitsaufgabe auf einem vorgeschriebenen Handlungsweg erreicht werden. Dies kann zwei Konsequenzen haben: 1. Der Umgang mit der Behinderung erzwingt vom arbeitenden Menschen zusätzlichen Aufwand oder riskantes Handeln. 2. Die Behinderung überfordert die allgemeinen Leistungsvoraussetzungen des arbeitenden Menschen im Hinblick auf seine Regulationsfähigkeit. Der erste Fall wird als Regulationshindernis, der zweite als Regulationsüberforderung bezeichnet. Regulationshindernisse: Ein Regulationshindernis ist ein Hindernis für die Regulation des Arbeitshandelns, worauf mit Zusatzaufwand oder riskantem Handeln reagiert werden muss. Die Notwendigkeit, mit Zusatzaufwand oder riskantem Handeln auf das Hindernis zu reagieren, ergibt sich aus den Bedingungen der Arbeitstätigkeit und nicht aus den Eigenarten der arbeitenden Person. Es liegt nicht im Entscheidungsbereich der arbeitenden Person, grundsätzliche Maßnahmen zur Beseitigung des Regulationshindernisses zu schaffen. Regulationshindernisse behindern aktuell und direkt das Arbeitshandeln. Regulationshindernisse werden unterschieden nach Erschwerungen und Unterbrechungen. Erschwerungen sind an bestimmte Arbeitsoperationen gebunden. Sie sind operationsspezifisch. Die Realisierung der Operation ist dabei prinzipiell möglich, jedoch erschwert. Erschwerungen werden wiederum unterteilt in informatorische Erschwerungen und manuelle/motorische Erschwerungen. Unterbrechungen können nicht bestimmten Operationen zugeordnet werden, da sie an beliebiger Stelle des Handlungsablaufes auftreten können. Unterbrechungen werden daher störungsspezifisch unterschieden, d.h. nach der Art der Störung, die die Unterbrechung des Arbeitsablaufs hervorgerufen hat. Unterbrechungen können durch Personen, Funktionsstörungen und Blockierungen verursacht sein. Sowohl bei informatorischen als auch motorischen Erschwerungen sowie bei Unterbrechungen erfolgt die Bewertung qualitativ und quantitativ. Regulationsüberforderungen: Bei Regulationsüberforderungen handelt es sich um Dauerzustände, die das Arbeitshandeln nicht direkt, sondern vermittelt behindern. Sie entfalten ihre Wirkung erst im Verlauf des Arbeitstages und überfordern regulative Prozesse, insbesondere beeinträchtigen sie die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. Es wird zwischen aufgabenimmanenter Regulationsüberforderung und aufgabenunspezifischer Regulationsüberforderung unterschieden. Aufgabenimmanente Regulationsüberforderungen entstehen aus der Aufgabe selbst. Die Aufgabe weist also spezifische Merkmale auf, die zur Überforderung der Regulation führen. Im RHIA/VERA-B - Verfahren werden dabei monotone Arbeitsbedingungen und Zeitdruck unterschieden. Aufgabenunspezifische Regulationsüberforderungen entstehen durch ungünstige Umgebungs- oder ergonomisch unzureichende Bedingungen. Der Begriff "unspezifisch" soll lediglich kennzeichnen, dass es sich hierbei um Bedingungen handelt, die nicht an den spezifischen Inhalt der Aufgabe gebunden sind. Es werden darunter Umgebungsbedingungen verstanden, die über den Tagesverlauf die Regulationsfähigkeit des arbeitenden Menschen beeinträchtigen können; z.B. Lärm, mangelnde Beleuchtung. Die aufgabenimmanente Regulationsüberforderung