Download Entwicklungen im Web 2.0 aus technischer
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171 Abbildung 4: Prozesse der Wissensschaffung und -verbreitung in Organisationen 2.2 Blogging im Kontext von Web 2.0 Der Begriff Web 2.0 ist ein ursprünglich von TIM O’REILLY propagierter Modebegriff,15 der den Wandel des Internets von der individuellen Nutzung von Informationen zum eher partizipatorischen Umgang beschreibt.16 In diesem Zuge ist Web 2.0 sowohl durch die Bereitstellung entsprechender Dienste als technologischer Enabler als auch sozialer Wegbereiter einer „MitmachKultur“ im Internet zu verstehen. Blogs stellen (seit der Bereitstellung der entsprechenden Software 199917) in diesem Zuge eine der Erscheinungsformen des Web 2.0 dar, da sowohl die technologische Umsetzbarkeit durch vorgefertigte Lösungen bereitgestellt wird als auch explizit das gegenseitige Weiterentwickeln und Überarbeiten der Inhalte im Sinne einer kollektiven Intelligenz der Nutzer18 ein Teil des Konzeptes ist. Das Thema Web 2.0 erfährt aktuell ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und wird momentan an der Spitze des Gartner Hype-Cycles gesehen.19 „Blog“ ist ein Kunstwort, das sich aus den Bestandteilen „Web“ und „Logbuch“ zusammensetzt und eine Webseite im Internet bezeichnet, in dem fortlaufend neue Einträge20 – meist in umgekehrter chronologischer Reihenfolge – vorgenommen werden. Neben den aktuellen Einträgen sind weitere Einträge häufig in einem beigeordneten Archiv abgelegt. Als „Blogger“ bezeichnet man die Autoren der Beiträge eines Blogs. Die Beiträge können dabei von einer Person allein 15 Vgl. HMD 2007, S. 116. 16 Vgl. Cyganski (2007). 17 Vgl. Clyde (2004), S. 390-391. 18 Vgl. Alby (2007), S. 15. Weitere erfolgreiche Strategien des Web 2.0 sind (wie hier genannt): Nutzung des Webs als Plattform, Zugang zu Daten, die schwer oder teuer zusammenzustellen sind und wertvoller werden – je häufiger sie genutzt werden – nutzerorientierte Softwareentwicklung, leichtgewichtige Modelle, Software, die die Grenzen einzelner Geräte überschreitet und das Einbeziehen sog. Long-Tail-Effekte durch Selfservice. 19 So dargestellt in der Zeitschrift Computerwoche, Jg. 38, Ausgabe 32-33 (2007), S. 4. 20 Vgl. HMD 2007, S. 116.