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das System und der Blockierung einzelner Systemkomponenten, wie Router und Firewalls, von
ICMP-Echo-Abfragen.
Der transparente Zugriff des Clients auf die replizierten Inhalte des CDN kann durch verschiedene Request-Routing-Verfahren ermöglicht werden, die auch eine Lastverteilung realisieren.
Die einfachste Variante ist ein auf dem Domain Naming System (DNS) [DC+03] basierendes
Verfahren, bei dem der DNS-Server des CDN die IP-Adresse des optimalen Surrogat-Servers
liefert. Ein DNS-basiertes Request-Routing-Verfahren gestattet nur eine sehr grobe Lastverteilung, da die aufgrund der Time to Live (TTL)-Direktive als temporär markierten DNS-Antworten
oftmals von clientseitigen DNS-Server längerfristig gespeichert werden. Ein Request-RoutingVerfahren, das auf der OSI-Transportschicht [SGG00] basiert, bietet im Gegensatz den Vorteil
einer effizienteren Lastverteilung. Die Kommunikation vom Client zum CDN (Upstream) erfolgt
immer über das Request-Routing-System, lediglich die Daten vom CDN zum Client (Downstream) werden direkt übertragen. Das Request-Routing-System verfügt somit über detailliertere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse und die Portnummer des Clients, und kann
somit eine Lastverteilung auf Endbenutzerebene realisieren. Wird das Request-Routing-Verfahren auf der OSI Anwendungsschicht angesiedelt, kann eine ressourcenspezifische Lastverteilung erreicht werden. Mittels HTTP-302-Redirection [FG+99] können nur vollständige HTTP-Anfragen auf Surrogate umgeleitet werden. Hingegen können mit URL-Rewriting die Ressourcenverweise innerhalb von HTML-Seiten auf andere Surrogate umgeleitet werden. Zudem ist ein
Umweg über das Request-Routing-System nicht mehr notwendig.
Neben der verwendeten Technik ist die Ausdehnung des CDN eine entscheidungsrelevante
Größe. So werden CDN-Anbieter gemäß ihrer Abhängigkeit zu Internet-Service-Providern (ISP)
unterschieden. Befinden sich sämtliche Surrogate des CDN innerhalb eines einzelnen ISP, so
wird es als single-ISP bezeichnet (z. B. AT&T). Entsprechend werden CDN, deren Surrogate
sich über mehrere ISP-Netze erstrecken, als multi-ISP bezeichnet [RS03]. Das von Akamai
Technology betriebene CDN ist ein multi-ISP [Buc05].
Zur Auswahl eines Surrogates können neben technischen Parametern auch ökonomische Kriterien herangezogen werden. Beispielsweise kann nach dem kostengünstigsten Surrogat gesucht
werden, der eine bestimmte Verbindungsqualität erfüllt.
3 Konsequenzen von Web 2.0 für Content Delivery Networks
Aus Sicht des Web 2.0 [Be07] verschärfen sich die oben genannten Herausforderungen weiter;
gleichfalls treten neue Herausforderungen auf. Die Ajax-basierten Rich Internet Applicationen
benötigen meist geöffnete TCP-Verbindungen und ihre Interaktionen mit der Webanwendung
sind deutlich häufiger [Bo07]. Ebenso sinkt der Anteil von statischen zu dynamischen Inhalten
von Webanwendungen, während der Anteil von User-Generated Content in heutigen Anwendungen steigt [DM+02]. Zusammen führt dies zu einer verstärkten Kommunikation zwischen
dem Client (Endnutzer) und der Webanwendung sowie dem dahinter liegendem BackendSystem.
Eine Lösung dieser Herausforderungen durch eine einfache Anwendung des CDN-Prinzips im
Web 2.0 erscheint wenig erfolgversprechend. Vielmehr sind neue Gestaltungsprinzipien für die