Download Methodenhandbuch - LBI - HTA - Ludwig Boltzmann Gesellschaft
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Tabelle 7.6: Faktoren, die die Stärke der Evidenz beeinflussen Faktoren, die die Stärke der Evidenz verringern Beobachtungsstudien Erhöhtes Bias-Risiko Inkonsistenz der Resultate Fehlende Direktheit Unpräzise Resultate Publikationsbias Faktoren, die die Stärke der Evidenz erhöhen Große Effekte Dosis-Wirkungs-Gradient Alle plausiblen Confounder würden den beobachteten Effekt vermindern. Quelle: Brozek et al. 2009; GÖG/BIQG-eigene Darstellung Bias-Risiko Die Beurteilung des Bias-Risikos bezieht sich sowohl auf das Studiendesign und die Anfälligkeit für systematische Fehler als auch auf methodische Mängel der Studien. Die Einbeziehung des Studiendesigns berücksichtigt, dass manche Studiendesigns eine geringere Anfälligkeit für systematische Fehler haben als andere. RCTs werden dabei höher bewertet als Beobachtungsstudien. Fehler in der Ausführung von Studien führen zu einem erhöhten Risiko, dass Resultate von Bias verzerrt werden (z. B. fehlerhafte Randomisierung, fehlende Verblindung, hohe Drop-out-Raten). Konsistenz der Ergebnisse Heterogene und nicht geklärte Unterschiede in Resultaten einzelner Studien reduzieren das Vertrauen in die Richtigkeit eines einzelnen Studienergebnisses. Eine gewisse Heterogenität der Ergebnisse wird in einem HTA immer vorhanden sein. Dies ist einerseits auf klinische Heterogenität der Populationen in den Studien, andererseits auch auf Zufallsfehler zurückzuführen. Wenn die Heterogenität von Resultaten nicht erklärt werden kann, insbesondere wenn Ergebnisse konträr sind (Resultate in manchen Studien zeigen Nutzen, in anderen Studien keinen Nutzen oder sogar Schaden), ist das Vertrauen in die Ergebnisse gering. Direktheit Direktheit bezieht sich auf die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf andere Populationen beziehungsweise auf das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Kapitel 7 / Synthese der med. Evidenz 153
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