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15 2.3 Digitale E-Mail-Signaturen Beim Einsatz digitaler E-Mail-Signaturen wird die verbindliche E-Mail-Kommunikation gewährleistet, indem die Authentizität einer Nachricht verifiziert werden kann. Somit wird sichergestellt, dass eine Nachricht unverändert beim Empfänger eintrifft und der angezeigte Absender auch dem tatsächlichen Absender entspricht. Das Secure E-Mail-Gateway SEPPmail kann E-Mails entweder mit Benutzer- oder mit FirmenZertifikaten signieren. Die beiden Verfahren werden im Folgenden kurz erläutert: Digitale E-Mail-Signatur mit einem Benutzerzertifikat Das Signieren von E-Mails mit einem S/MIME-Benutzerzertifikat erlaubt dem Empfänger die Authentizität der E-Mail mit seinem E-Mail-Client zu prüfen. Damit wird sichergestellt, dass der Absender authentisch ist und die E-Mail während und nach dem Versand nicht verändert wurde. Bei dieser Methode wird für jeden E-Mail-Absender ein eigenes S/MIME-Zertifikat benötigt. In der Regel können nur Zertifikate offizieller Zertifikatsanbieter (Trusted CA) automatisiert vom Empfänger geprüft werden. Aus diesem Grund wird dringend das Verwenden solcher offiziellen Zertifikate empfohlen. Die SEPPmail-Appliance bietet mit ihren integrierten CA-Connectoren die Möglichkeit den Bezug von Zertifikaten einiger offizieller Zertifizierungsstellen zu automatisieren. Alternativ ist das Signieren von E-Mails auch im E-Mail-Client des jeweiligen Absenders möglich. Das SEPPmail Secure E-Mail-Gateway wird diese E-Mails dann nur noch verschlüsseln. Da sich viele S/ MIME-Zertifikate zum Signieren und Verschlüsseln von E-Mails eignen, kann es sinnvoll sein, solche Zertifikate zusätzlich auf der SEPPmail-Appliance zu installieren. Dadurch können E-Mails bereits an der SEPPmail-Appliance mit den entsprechenden Zertifikaten automatisch entschlüsselt und somit zum Beispiel zentral archiviert oder auf Viren geprüft werden. Digitale E-Mail-Signatur mit einem Firmenzertifikat Das Signieren von E-Mails mit einem S/MIME-Firmenzertifikat erfüllt auf Unternehmensebene denselben Zweck wie das Signieren mit einem S/MIME-Benutzerzertifikat auf Personenebene. Bei dieser Variante wird nur ein einziges Zertifikat für das Unternehmen benötigt. Da S/MIME-Zertifikate grundsätzlich jedoch nur für eine E-Mail-Absenderadresse gültig sind, erhalten alle ausgehenden EMails den gleichen (technischen) Absender. Das heisst alle E-Mails des Unternehmens - egal wer im Unternehmen der Absender ist - erscheinen beim Empfänger mit derselben E-Mail-Adresse. Daraus resultieren einige Probleme: Zwar wird beim Empfänger der korrekte Benutzername angezeigt, jedoch wird ein automatisches Erfassen von Kontakten und zugehörigen E-Mail-Adressen nicht mehr wie erwartet funktionieren. Aufgrund der Häufigkeit, mit welcher diese eine Absenderadresse bei Einsatz dieser Technologie verwendet wird, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese fälschlicherweise als SPAM eingestuft wird. Das hätte zur Folge, dass bei den meisten Empfängern alle E-Mails des Unternehmens abgewiesen würden. Non Delivery Reports (NDR) also Informations-Mails welche bei Nicht-Zustellbarkeit erzeugt werden, werden nicht an den ursprünglichen, sondern an den technischen Absender gesendet ... Fazit: Diese Art der Signatur ist im produktiven Umfeld absolut nicht zu empfehlen, da über kurz oder lang massive Support Aufwände generiert werden! © 2015 SEPPmail AG