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28 – Einführung in die thermografische Untersuchung elektrischer Anlagen 10713403;a4 Abbildung 28.8 Ein Infrarotbild von elektrischen Innenanlagen (1). Die beiden linken Phasen sind normal, wobei die rechte Phase eine deutliche Übertemperatur aufweist. Die Betriebstemperatur der linken Phase beträgt +68 °C, was bereits beachtlich ist. Bei der defekten Phase rechts liegt die Temperatur jedoch bei stolzen +86 °C. Es handelt sich dabei um eine Übertemperatur von +18 °C, das heißt eine Schwachstelle, die schell behoben werden muss. Aus praktischen Gründen gilt die (normale, geschätzte) Betriebstemperatur einer Komponente in mindestens zwei von drei Phasen als die Temperatur der Komponente, vorausgesetzt sie arbeiten ordnungsgemäß. Im ‘Normalfall‘ haben alle drei Phasen dieselbe oder wenigstens annähernd dieselbe Temperatur. Die Betriebstemperatur von Außenbauteilen in Schaltanlagen oder Hochspannungsleitungen liegt normalerweise nur 1 °C oder 2 °C über der Lufttemperatur. In Innenschaltanlagen variieren die Betriebstemperaturen um einiges mehr. Dies ist auch im unten stehenden Bild deutlich erkennbar. Hier weist die linke Phase eine Übertemperatur auf. Die Betriebstemperatur der zwei ‘kalten’ Phasen beträgt +66 °C. Die defekte Phase weist eine Temperatur von +127 °C auf. Der Defekt muss sofort behoben werden. 10713503;a5 Abbildung 28.9 Ein Infrarotbild von elektrischen Innenanlagen (2). 142 Publ. No. T559651 Rev. a540 – GERMAN (DE) – May 25, 2011