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Umbruch SUG 01-09
18.12.2008
15:05 Uhr
Seite 61
Persönliches
Verleihung des DGGL-Kulturpreises 2008
Preisträger: Bayerischer Rundfunk für das Sendeformat
„Querbeet durchs Gartenjahr“
Die Deutsche Gesellschaft für
Gartenkunst und Landschaftskultur e. V. (DGGL) zeichnete am 07.
November den Erfinder der Sendung „Querbeet durchs Gartenjahr” Burkhard Mücke, den Autor
Verdienste hervor, das Fernsehpublikum der beinahe 15-Jährigen Sendung mit beeindruckender Bildsprache, präziser Ausarbeitung von Details und gekonnter musikalischer Untermalung
Mückes, trug Axel Wostry, Sprecher im Bayerischen Fernsehen,
ein bildgewaltiges Essay mit dem
Titel „Aufgeblüht – lebendige
Gartenkultur“ vor.
Das Sendeformat „Querbeet
durchs Gartenjahr“ gibt es seit
1994. Jeden Montag um 19 Uhr
begeistert die erfolgreichste
deutsche Gartensendung im
Schnitt 1,5 Mio. Zuschauer. Laut
eigener Einschätzung besteht
das Erfolgsgeheimnis der Sendung in „der gediegenen Machart, der faszinierenden Bildsprache und der dramaturgisch
behutsam eingesetzten Musik.“
Die Sendung umfasst als Grundelemente den Spaß am Garteln,
die Freude an Blumen und Gärten sowie die Gesundheit aus
dem eigenen Garten. Das Motto
lautet: „Fit durch Gartenarbeit,
Wellness und Lifestyle“. „Science
and Pleasure“, Wissensvermittlung mit Vergnügen, das erreiche
diese vorzügliche Sendung, so
Dr. Klaus v. Krosigk.
Die Verleihung fand eingebettet
in das Symposium „Garten und
Medien“ statt, das den Auftakt
zum Jahresthema 2009 der
DGGL darstellt. Vorhergehende
Preisträger waren seit 2001,
Gräfin Ramona von OeynhausenSierstorpff, Dr. Karl-Heinz Carl,
Dr. Fritz Brickwedde, Marie
Christine Gräfin Wolff Metternich und Dr. Michael Vesper, Dr.
Lutz Spandau, Prof. Wolfgang
Böhmer sowie Dr. Dietrich H.
Hoppenstedt.
Nadja Schuh
Ruhegehalt 1781
Preisträger: Udo A. Zimmermann, Redakteur, Burkhard Mücke, Erfinder und
Dr. John A. Ferguson, Autor des Sendeformats „Querbeet durch’s Gartenjahr“
(von links)
Dr. John A. Ferguson und den
Redakteur beim Bayerischen
Rundfunk, Udo A. Zimmermann,
mit dem „Goldenen Lindeblatt“
aus.
Die DGGL vergibt jährlich diesen
Kulturpreis an Persönlichkeiten
und Institutionen, die sich in
besonderer Weise um die Gartenkultur verdient gemacht
haben, indem sie das Interesse
an Garten und Kulturlandschaft
wecken.
Die Sendung „Querbeet durchs
Gartenjahr“ wurde in gartenkulturellem Ambiente im Schloss
Nymphenburg, München, für seinen herausragenden Beitrag zur
Vermittlung des Themas „Garten“ in der Fernsehlandschaft
geehrt. Dr. Klaus von Krosigk,
DGGL-Präsident, hob in seiner
Laudatio die außergewöhnlichen
zu verzaubern. Ein anspruchsvolles Sendeformat über Gartenkunst und Landschaftskultur, das
hervorragend gemacht und professionell präsentiert wird.
Unterhaltsam und zugleich fachlich fundiert trägt die Sendung
zu einem besseren Verständnis
gärtnerischer, gartenkultureller
und botanischer Zusammenhänge bei. Zudem hat das Format bis heute sein Niveau gehalten, so Rainer Herzog, Gartendirektor, Bayerische Verwaltung
der staatlichen Schlösser, Gärten
und Seen. Die Sendung ist stets
vielfältig, sachkundig und kurzweilig. Michael S. Cullun, U.S.
amerikanischer Publizist, hielt
einen kurzweiligen Festvortrag
„Der Pfad des Vergnügens – Garten als Metapher“. Im Anschluss
an die Danksagung Burkhard
In den Akten der kurfürstlichen
Hofverwaltung Hannover Herrenhausen wird ein skurriler Schriftwechsel des Gärtners Johann de
Cornelis vom April 1781 verwahrt.
Auf dem Weg in seine Heimatstadt Amsterdam, hatte er bei seiner Tochter in Braunschweig Station gemacht, wurde jedoch bettlägerig und erwartete dringend
Hilfe. Als Begründung schreibt er:
„Vor 65 habe ich in hiesigen königlichen Garten zu Herrenhausen
25 Jahre als Obergärtner gedient,
von hier musste ich mit Ihro
Durchl. Prinzessen Louisa nach
Dennemarck, wo ich 27 Jahre gedient, und endlich führte mich
mein Schicksal nach Polisch-Preußen, wo ich bis von AlterSchwachheit und zur Arbeit unvermögend war, gearbeitet, auch
bin ich in dem letzten Kriege von
den Pollaken auf eine gewaltsame
Weise alles des meinigen beraubt
worden, wodurch ich auch um
meine Attestate gekommen.“ Die
Verwaltung zeigt sich gnädig und
übergibt 8 Taler mit dem Schreiben: „Nachdem dem 105jährigen
Kunstgärtner, de Cornelis, auf seiner Reise nach Holland, allhier mit
einer schweren Brustkrankheit befallen, und dabei in sehr bedürftigen Umständen ist, so wird der
Hofbaumeister Mackensen anzuweisen, ihm Geld zu geben.“
Es ist nicht klar, was danach passierte. Tatsache ist jedoch, dass
Cornelis das Licht der Welt erblickte, als Le Nôtre Saint-Clou
anlegte und verstarb, als Sckell die
ersten Gestaltungen in Schwetzingen vollendet hatte.
Marcus Köhler
Stadt + Grün 1/2009
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