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Die Geschichte von GIMP
10. Effektfilter (wie z. B. Weichzeichner, Konturen finden)
11. Kanal- und Farboperationen (wie z. B. Hinzufügen, Zusammenfassen,
Trennen)
12. PlugIns, mit denen man neue Dateiformate und Effektfilter hinzufügen
kann
13. Mehrfaches Widerrufen / Erneut Ausführen (gibt es in Photoshop erst seit
der Version 5)
Obwohl es sich bei der Version 0.54 um eine Beta-Version handelte, war sie so
stabil, dass man sie für die tägliche Arbeit verwenden konnte. Einer der großen Nachteile von 0.54 war, dass das Toolkit (der Code für die Scrollbalken,
Menüs, Dialogboxen usw.) auf Motif, einem kommerziellen Toolkit, beruhte.
Das stellte ein großes Problem für Systeme wie Linux dar, weil man Motif kaufen musste, wenn man das schnelle, dynamisch gelinkte GIMP benutzen
wollte. Viele der Entwickler waren außerdem Studenten, die es sich möglicherweise nicht leisten konnten, Geld für Motif auszugeben.
Version 0.60
Die Version 0.60 wurde im Juli 1996 veröffentlicht, nachdem sie vier Monate
bei S&P (Spencer & Peter) weiterentwickelt wurde. Eine der vielen programmtechnischen Verbesserungen waren die neuen Toolkits GTK (GIMP Toolkit) und
gdk (GIMP Drawing Kit), mit denen das Motif-Problem überwunden wurde.
0.60 war voller neuer Funktionen für den Grafikkünstler:
1. Einfache Ebenen
2. Verbesserte Malwerkzeuge (Sub-Pixel-Sampling, Werkzeugspitzengrößen)
3. Ein besserer Airbrush
4. Klonen zwischen allen Bildtypen
5. Ein Musterauswahl-Dialog und ein Klonwerkzeug ermöglichen es, aus dem
aktiven Muster zu klonen
6. Malmodi
7. Befehle für Begrenzungsauswahl und Weiche Auswahlkante
8. Farbauswahl
9. Bessere Bedienung der Paletten usw.
Die Version 0.60 war nur für Entwickler und nicht für das breite Publikum gedacht. Sie diente als Grundlage für die Version 0.99 sowie die endgültige Version 1.0. Funktionen und Verbesserungen konnten getestet und verworfen oder
geändert werden. Man kann die 0.60 auch als Alpha-Version der 0.99 ansehen.
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