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meisten Teenager gehen zum Telefonieren in einen Raum, in dem sie nicht belauscht werden. Laut Eggers (2001, S.150) Ergebnissen ist alten sowie jungen Handynutzern ihre Intimsphäre sehr wichtig. Der Großteil vermeidet es, sowohl bei aktiven als auch passiven Gesprächen, anderen die Möglichkeit zu geben, ihr Handy-Telefonat mitzuverfolgen. Initiieren Handynutzer ein Gespräch, legen sie verstärkt Wert darauf, dieses aktive Telefonat ungestört führen zu können. Mehr als bei eingehenden Anrufen und darauf folgenden Gesprächen, was darauf zurückzuführen ist, dass der Anrufer stets Zeitpunkt und Umfeld des Telefonats selbst bestimmen kann, während der Angerufene unerwartet aufgefordert wird, auf ein Anrufsignal wann und wo auch immer unmittelbar zu reagieren. Dieses Eindringen in die Privatsphäre wird als einer der größten Nachteile der Mobiltelefonie verstanden (vgl. Karmasin, 1999, S.8, zit. in Simic, 2005, S.26). Sehr oft telefoniert man an Orten, die man sich nicht ausgesucht hat. Das Handy läutet im Supermarkt, wenn man gerade beim Bezahlen der Ware ist, oder in öffentlichen Verkehrsmitteln, in denen man inmitten zwanzig Mithörer eingeengt steht. 5.7.1.2 Ungeeignete und geeignete Orte für Handytelefonate In (räumlich und sozial offenen) Situationen, die sozial unstrukturiert sind, wird das Handy weniger stören, da die Kommunikation nur schwach geregelt ist, zB auf zentralen städtischen Plätzen, dem Bahnhof, dem Rathausplatz etc.: „Je größer die Personendichte, je höher die Mobilität, je mehr soziale und räumliche Offenheit, desto weniger stört das Mobiltelefon“ (Burkart 58 , S.24, zit. in Glanz, 2006, S.54). In einem kleinen, geschlossenen Raum wirkt die Mobiltelefonie für andere störend und lästig, vor allem, wenn man gezwungen wird, private Gespräche mitzuhören, ohne einbezogen zu werden. In einem Konzertsaal, feinen Lokal, Seminar oder bei einer Beerdigung stört ein Handy grundsätzlich, da es die Funktionserfüllung stört – die zB Stille vorschreibt oder nur leises Reden erlaubt. Mobiltelefonie stört hingegen an öffentlichen Plätzen oder in einem Café wenig bis gar nicht, wenn oder weil es keine bestimmte Funktion stört und weil Kommunikation in vielen Formen möglich ist (vgl. Glanz, 2006, S.55f.). 58 vgl. www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/burkart_mobiltelefon/burkart_mobiltelefon.pdf, 2005 99