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Die letzte Form der instrumentalen Nutzung ist die Verwendung des Telefons als Spielzeug
und Unterhaltungsinstrument. Diese Form spielt eine große Rolle im Handyzeitalter (vgl.
Auböck, 2001, S.24). Das Handy als Spielzeug und Unterhaltungsinstrument nutzte nach
eigener Beobachtung ein Mann im Radiokulturhaus mit Begeisterung – er zeigte seiner
Frau, wie Autorennen am Handy funktionieren. Die einzelnen Formen der Nutzung, die
hier allgemein zum Telefon beschrieben wurden, lassen sich auf das Handy umlegen.
Eigene Forschungen gibt es dazu noch nicht (vgl. Auböck, 2001, S.24).
Zu Beginn wurde das Handy fast ausschließlich zum Telefonieren benutzt (vgl. Glanz,
2006, S.111).
4.4 Geschlechtsspezifische Nutzung
„Das
Nutzungsprofil
von
Männern
unterscheidet
sich
bei
der
telefonischen
Kommunikation wesentlich von jenem der Frauen“ (Egger, 2001, S.55). Laut Claisse
(1989, zit. in Auböck, 2001, S.27f.) nutzen Männer das Telefon vor allem zur Organisation
von Freizeitaktivitäten oder zur Regelung beruflicher Angelegenheiten. Sie wollen
Probleme lösen und Informationen erhalten. Frauen hingegen ist der Austausch von
Neuigkeiten mit Familienmitgliedern und Freunden wichtig. Im Vergleich zur
sachorientierten Kommunikationsweise der Männer ist die der Frauen eindeutig auf die
Organisation des gesellschaftlichen Lebens ausgerichtet (Freizeit, Einladungen etc.).
Claisse (1989, zit. in Auböck, 2001, S.28) meint, dass – welcher Indikator auch immer
benutzt wird (Anzahl der Gespräche, Verbrauch von Zeit/Geld) – Frauen stets doppelt so
viel telefonieren wie Männer. Über das Geschlecht hinaus hat auch das Merkmal des
Alleinlebens großen Einfluss auf die Nutzung des Telefons (vgl. Claisse, zit. in Auböck,
2001, S.29). Es gibt nur wenige Daten zur Telefonnutzung im privaten Alltag. Dennoch
fällt darin häufig die Behauptung „Frauen telefonieren am meisten und am längsten“. Die
ersten spärlichen Daten zur privaten Telefonnutzung (zB Schabedoth, Storli, Beck, Lange,
1989) widersprechen diesem Bild (noch) nicht (vgl. Auböck, 2001, S.28). Auch aus Glanz’
Interviews geht hervor, dass Männer tendenziell weniger telefonieren als Frauen (vgl.
Glanz, 2006, S.115). Ein Forschungsprojekt aus Salzburg 1999 brachte zutage, dass die
höhere Telefonrechnung der Männer nicht auf längere Gespräche, sondern auf die höhere
Anzahl von Telefonaten zurückzuführen ist. Männliche Handynutzer geben an, ihr Handy
vor allem beruflich zu nutzen, daher kann diese berufliche Nutzung ein Grund für die
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