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Eine kurze Einführung in die Fotografie Fotografie kann eine lohnenswerte Beschäftigung sein. Es ist ein weitgefächertes Gebiet, und es kann Jahre dauern, es zu meistern. Aber das Vergnügen, Bilder zu machen, und das Festhalten eines magischen Augenblicks hat einen unvergleichbar hohen Wert. Diese Einführung beschäftigt sich mit einigen grundlegenden fotografischen Prinzipien. Die Blendenöffnung bestimmt nicht nur die Belichtung, sondern auch die Tiefenschärfe, also den Bereich vom nächsten noch scharf abgebildeten Objekt bis hin zum weitesten noch scharf abgebildeten Objekt. Je größer der Blendenwert, desto größer ist die Tiefenschärfe und desto länger muss das Bild belichtet werden. Je kleiner der Blendenwert, desto enger wird der Tiefenschärfebereich und desto kürzer wird die Belichtungszeit. Gewöhnlich verwenden Landschaftsfotografen eine große Tiefenschärfe (große Blendenzahl), um sowohl den Vordergrund als auch den Hintergrund scharf abzubilden; Portrait-Fotografen verwenden einen engen Tiefenschärfebereich (kleiner Blendenwert), um das Objekt (die aufzunehmende Person) vom Hintergrund abzuheben. Auch die verwendete Brennweite hat einen Einfluss auf die Tiefenschärfe. Je kürzer die Brennweite, desto größer ist die Tiefenschärfe, und umgekehrt. Die Verschlusszeit bestimmt nicht nur die Belichtung, sondern auch die Möglichkeit, Bewegungen einzufrieren. Sportfotografen verwenden kurze Verschlusszeiten, um actionreiche, dynamische Szenen mit sehr schnellen Bewegungen festzuhalten. Lange Belichtungszeiten können verwendet werden, um den Fluss einer Bewegung darzustellen, beispielsweise das reißende Wasser eines Wasserfalls. Bei langen Belichtungszeiten empfiehlt sich in den meisten Situationen die Verwendung eines Stativs. Veränderungen der Blendenzahl und der Belichtungszeit können in der Bildvorschau (im Sucherbild) nicht visualisiert (anschaulich gemacht) werden. Bei wichtigen Arbeiten sollte eine Testaufnahme angefertigt und das Resultat in der Schnellansicht (S. 40) begutachtet werden. 109