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LANDLEBEN Agro-Forum 2014 am 12. September 2014 am Feusi Bildungszentrum, Bern. Vereine rekrutiert und der überwiegende Teil kam aus dem Thurgau. Es war unproblematisch die Helfer zu finden. Welches waren die Anreize, die Sie für die Helfer geschaffen haben? Das Wichtigste war wohl die Aussicht auf ein einmaliges, spannendes Erlebnis und die Mitwirkung an einem Grossanlass. Erhalten haben die Helferinnen und Helfer einen Basis-Stundenlohn für die geleistete Arbeit, welcher aber zum grössten Teil in die Vereinskassen floss, Helferbekleidung und kostenlose Verpflegung im Helferzelt. Ab fünf geleisteten Helferstunden gab es einen persönlichen Gratiseintritt zur Helfer-Tribüne in der Schwing-Arena. Alle erhielten eine Einladung zum Helferfest. Wie muss man Personen führen, wenn Sie freiwillig helfen? Genau gleich wie in einem Unternehmen oder einer Organisation. Die Führungsgrundsätze bleiben immer gleich. Klare Aufgaben und Ziele sind wichtig. Eines meiner Mottos ist auch «Ehrenamtlichkeit schützt nicht vor Qualität». Wie motiviert man Helfer, während eines solchen Anlasses den nötigen Effort zu erbringen? Urs Schneider, stv. Direktor des Schweizer Bauernverbands als Vorbild dafür, wie man Mitarbeiter und Helfer motiviert. Bild: SBV, Brugg UFA-REVUE · 7-8 2014 Weil das Schwingen «in» ist, aber auch weil wir eine gute Kommunikation machten, gelang es uns, eine riesige Vorfreude auf das ESAF zu wecken. Das trug sehr dazu bei, dass alle etwas beitragen wollten, das Fest zum Erfolg zu machen. Vom OK-Präsidenten über die Abteilungsleiter, die Ressortchefs bis hinunter zum Verantwortlichen am Wurststand ist es wichtig, Einsatz vorzuleben und Vorbild zu sein. Gibt es bei der Führung der freiwilligen Helfer einen Unterschied zu Angestellten im bezahlten Arbeitsverhältnis? Man muss mehr orientieren, weil alles neu und einmalig ist. Ansonsten gibt es kaum einen Unterschied. Würden Sie rückblickend etwas anders machen? Es gibt immer Sachen, die man besser machen kann. Im Ressort «Personelles» würde ich kaum etwas ändern. Danke für das Gespräch. Autor Matthias Zurflüh absolvierte 2005 bis 2007 den feusi-Lehrgang Agrokaufmann HF. Er leitet den Bereich «Internationaler Warenverkehr und Logistik» bei Swisscofel, Bern. Als Präsident der ehemaligen Agrokaufleute steht der dem OK für das Agroforum vor. www.agro-vereinigung.ch www.ufarevue.ch 7-8 · 14 85