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E DITOR GNU Emacs – ein mächtiger Editor von Jean Pierre Hort SF-Gründer Richard Stallman entwickelte GNU Emacs und setzte so einen Standard für Texteditoren. Auch heute zählt Emacs noch zu den mächtigsten (aber auch kompliziertesten) Texteditoren – dank seiner Programmierschnittstelle ist er auch als Mailclient, Newsreader und Browser nutzbar. F GNU Emacs [1] ist auf vielen Linuxsystemen bereits vorinstalliert und sollte sich auch im Softwareangebot jeder Distribution befinden. In diesem Artikel wird auf die Konsolenversion eingegangen (häufig als Paket emacs-nox angeboten), da die grafische Oberfläche relativ selbsterklärend ist. Gestartet wird Emacs mit dem Befehl $ emacs dateiname Gibt man keine Datei an, startet Emacs mit einigen Referenzen für Hilfefunktionen. Die Emacs-Oberfläche besteht aus drei Bereichen, am oberen Rand befindet sich die Menüleiste (Tastenkürzel für die Benutzung der Menüs entnimmt man der integrierten Hilfefunktion, die man über die Tasten Strg + H aufrufen kann), darauf folgt der eigentliche Textbereich. Am unteren Rand befinden sich zwei Zeilen, die obere ist die Statuszeile, darunter befindet sich die Emacs-Kommandozeile, in der eingegebene Befehle angezeigt werden. © freiesMagazin GNU FDL Emacs mit geöffneter Datei. Im Folgenden werden nun die wichtigsten Emacs-Grundbefehle erklärt, über den gesamten Umfang der Emacs-Befehle kann man sich in der Hilfe oder in der (exzellenten und lokalisierten) geführten Übungsanleitung informieren, die über die Tastenkombination Strg + H ge- Navigieren im Dokument lässt sich wie gewohnt mit den Pfeiltasten. Um eine Seite weiter zu blättern, benutzt man Strg + V , für eine Seite zurück Alt + V . Zum Anfang des Dokuments gelangt man mit Alt + < , zum Ende mit Alt + Shift + < . folgt von der Taste T aufgerufen wird. Emacs benutzt zwei Befehlstasten, die mit „C“ (für „Control“, Strg -Taste) und „M“ (für „Meta“, Alt -Taste) abgekürzt werden. Diese werden meist in Kombination mit weiteren Tasten genutzt. Zum Öffnen einer bestimmten Datei betätigt man Strg + X gefolgt von Strg + F und gibt daraufhin den Pfad zur Datei und den Dateinamen ein. Ausgabe 09/2008 Änderungen tippt man ganz normal ein, im Gegensatz zum Editor Vi (siehe „Vim – Ein Schnelleinstieg“, freiesMagazin 08/2008 [2]) gibt es hier keine verschiedenen Modi, die zwischen Darstellung und Eingabe differenzieren. Um einen Fehler rückgängig zu machen, betätigt man Strg + X gefolgt von U . Oft kommt es vor, dass man im Text eine Zeichenfolge sucht. Dafür bietet Emacs eine inkrementelle Suche. Sie lässt sich über Strg + S 25