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N ACHRICHTEN Kernel-Rückblick Seit Beginn der Entwicklung von Version 2.6.27 hat sich einiges getan. Nach der Veröffentlichung von 2.6.27-rc2 wurde es wieder etwas ruhiger, die großen Neuerungen sind nun aufgenommen und es werden in erster Linie noch Fehler und Probleme bereinigt. So kündigte Torvalds die dritte Vorabversion mit den Worten „Die Dinge haben sich wirklich beruhigt“ an [1]. Dies galt nicht für den Unterzweig, der den WLAN-Treiber ath9k beherbergt; hier wurden fast zwei Drittel aller Änderungen durchgeführt, um den ersten vollständig offenen Treiber für 802.11n-kompatible Chips für den kommenden Kernel zur Verfügung zu stellen. Weiterhin große Änderungen hat der arch-Zweig erfahren, allerdings in erster Linie in der Namensgebung. Torvalds und seine Mitstreiter haben hier die Struktur geändert, um Anhäng- sel wie „-rc1“ zu eliminieren und stattdessen im Verzeichnisbaum selbst zu hinterlegen. All dies könnte den Anwendern, die auf Ubuntus kommende Version „Intrepid Ibex“ warten, schon zugute kommen. Da die meisten der anstehenden Änderungen bereits in 2.6.27 vorhanden sind, wurde die Übernahme dieses Kernels in Ubuntu 8.10 beschlossen. Damit überspringen die Ubuntu-Entwickler gleich drei KernelVersionen, können damit dann jedoch beim der für Ende Oktober erwarteten Veröffentlichung von Ubuntu 8.10 mit Aktualität glänzen [2]. Wieder einmal wurde die Frage nach der Einbindung von Reiser4 in den aktuellen Kernel laut [3]. Diese dürfte mit der Verurteilung von Hans Reiser wegen Mordes [4] weiter in die Ferne rücken. Zwar kümmern sich noch einige Entwick- ler um das Dateisystem, jedoch ließen diese sich noch nicht dazu verleiten, die von den KernelEntwicklern kritisierte Plugin-Architektur zu entfernen. Daneben wies Tso auf btrfs hin, das viele der Eigenschaften von Reiser3/4 zu bieten habe [5]. (mme) L INKS [1] http://kerneltrap.org/Linux/2.6.27-rc3_Things_ Really_Have_Calmed_Down [2] https://lists.ubuntu.com/archives/ubuntu-devel/ 2008-August/026142.html [3] http://kerneltrap.org/mailarchive/linux-kernel/ 2008/8/1/2778514 [4] http://www.golem.de/0804/59352.html [5] http://kerneltrap.org/mailarchive/linux-kernel/ 2008/8/1/2780064 Fedora-Server gehackt Die Studie „Paketverwaltungen sind nicht immer sicher“ (siehe freiesMagazin 08/2008 [1]) hatte es vorletzten Monat irgendwie angedroht. Mitte August rüttelte Fedora-Projektleiter Paul Frields die Fedora-Gemeinde mit der Meldung wach, dass ein Vorfall in der System-Infrastruktur untersucht werde [2]. Die Spekulationen [3] über Einbrüche in die Fedora-Server mussten nach der Analyse durch Sicherheitsspezialisten und Systembetreuer leider bestätigt werden [4]. Die© freiesMagazin GNU FDL se Erkenntnis veranlasste die Administratoren dazu, die betroffenen Systeme neu zu installieren und Aktualisierungen vorzunehmen, wodurch Teile der Serverlandschaft des Fedora-Projekts zeitweise nicht erreichbar waren. Eines der betroffenen Systeme wurde für das Signieren von Paketen verwendet, weshalb schon früh eine Aufforderung, keine Paketaktualisierung durchzuführen, herausgegeben wurde. ObAusgabe 09/2008 wohl es als unwahrscheinlich gilt, dass die Schlüssel kompromittiert wurden, wurde zwischenzeitlich deren Austausch beschlossen [5]. Diese Aktualisierung wurde jedoch noch unter Verwendung der alten Schlüssel durchgeführt, Fedora 10 erhält einen eigenen, neuen Schlüssel. Ebenso betroffen waren Red Hats kommerzielle Linux-Versionen, für die ebenfalls ein Sicher21