Download Dokument 1
Transcript
71 Z ges Z2 ⋅ Z3 ⋅ Z4 Z ⋅Z Z ⋅Z Z1 + + 5 6 + Z 7 + 8 9 ⋅ Z10 Z 3 ⋅ Z 4 + Z 2 ⋅ Z 3 + Z 2 ⋅ Z 4 Z5 + Z 6 Z8 + Z 9 = Z2 ⋅ Z3 ⋅ Z4 Z ⋅Z Z ⋅Z Z1 + + 5 6 + Z 7 + 8 9 + Z10 Z 3 ⋅ Z 4 + Z 2 ⋅ Z 3 + Z 2 ⋅ Z 4 Z5 + Z 6 Z8 + Z 9 (104) Die Gleichungen (92) bis (104) ergeben ein mathematisches Modell des Sensors in Bezug auf sein Frequenzverhalten bei einer angelegten Wechselspannung. Es ist deshalb möglich, die Impedanz und den Phasenwinkel für verschiedene Frequenzen der Wechselspannung zu berechnen. Die Abhängigkeit von der Frequenz ist dabei charakteristisch für die Kombination der verwendeten Impedanzen. Wird zusätzlich die Sensorantwort auf Wechselspannungen mit verschiedenen Frequenzen experimentell ermittelt (Elektrochemische Impedanzspektroskopie, s. Kapitel 6.2), so können durch den Vergleich der analytischen mit den realen Frequenzabhängigkeiten der Impedanz und des Phasenwinkels Informationen über die auftretenden elektrochemischen und physikalischen Vorgänge gewonnen werden (s. Kapitel 7.2). Man geht dabei so vor, daß die Parameter der Gleichungen (92) bis (102) in der Regel mittels der „Complex Nonlinear Least Squares“ (CNLS) Methode [87] so verändert werden, daß die analytisch und experimentell ermittelten Kurven optimal übereinstimmen. Dies setzt zunächst voraus, daß durch den äquivalenten Stromkreis alle wesentlichen elektrochemischen und physikalischen Vorgänge erfaßt werden. Ist eine gute Übereinstimmung zwischen Experiment und Rechnung vorhanden, dann kann man daraus bereits schließen, daß für den Aufbau des äquivalenten Stromkreises korrekte elektrochemische und physikalische Mechanismen ausgewählt wurden. Dadurch ist es möglich, verschiedene physikalisch/mathematische Modelle auf ihre generelle Richtigkeit zu überprüfen, indem man den entsprechenden äquivalenten Stromkreis bildet und mit experimentellen Daten vergleicht. Es muß angemerkt werden, daß für jedes Frequenzverhalten theoretisch unzählige äquivalente Stromkreise existieren. Es ist daher wichtig, daß der Stromkreis stets auf der Basis vernünftiger physikalischer und chemischer Annahmen beruht und möglichst einfach gehalten wird.