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106 Ladung Q , nC 1.0E+05 1.0E+04 1.0E+03 1.0E+02 1.0E+01 Messung Effusion Adsorption 1.0E+02 1.0E+03 1.0E+04 1.0E+05 Adsorptionszeit t , s Bild 7.24: Geflossene Ladung in Abhängigkeit der Adsorptionszeit (pges = 2·10-8 mbar). Da jedes abtransportierte Sauerstoffatom zwei Elektronen trägt, ist die geflossene Ladung, bis der Strom den Gleichgewichtswert erreicht, davon abhängig, wieviel Sauerstoff auf der Kathode adsorbiert war. Dies ist wiederum von der Dauer der Unterbrechung des Stromkreises abhängig, so daß auf diese Weise die zeitliche Änderung der SauerstoffOberflächenkonzentration ermittelt werden konnte. Bild 7.24 zeigt die ermittelte Ladung in Abhängigkeit von der Adsorptionszeit (Dauer der Unterbrechung des Stromkreises). Zusätzlich ist qualitativ der Verlauf eingezeichnet, der sich aus Gleichung (85) in Kapitel 5.2.5 ergibt (Adsorption), sowie der Verlauf, der sich ergeben würde, wenn jegliches Sauerstoffteilchen, welches die Kathode trifft, unabhängig von der Oberflächenbesetzung adsorbiert werden würde (Effusion). 7.5.2 Diskussion Der zeitliche Verlauf der Oberflächenkonzentration des Sauerstoffs an den Elektroden ist von Interesse, da die Adsorption den Sensorstrom beeinflußt. Aus diesem Grund wurde mittels der Chronocoulombmetrie bestimmt, wie sich die Oberflächenkonzentration in Abhängigkeit von der Zeit verändert. Es zeigt sich, daß die Änderungsrate der Oberflächenkonzentration (Steigung der Kurve) zunächst konstant ist, mit zunehmender Zeit aber deutlich abnimmt und asymptotisch gegen Null strebt. Daraus kann gefolgert werden, daß für kurze Zeiten, d.h. geringe Oberflächenkonzentrationen, die Adsorptionsrate im wesentlichen unabhängig von der Oberflächenkonzentration ist. Nimmt diese mit der Zeit jedoch zu, dann reduziert sich die Adsorptionsrate, da durch die hohe Oberflächenbesetzung die Adsorptionswahrscheinlichkeit abnimmt (s. Gl. (83) in Kapitel 5.2.5).