Download Informationssystem-Entwicklung

Transcript
Informationssystem-Entwicklung im Co-Design-Zugang
c
°by
β
7
werden innerhalb eines Schemas verschmolzen und sind dann Bestandteil einer großen Struktureinheit. Gegebenenfalls werden Aspekte der Verteilung separat behandelt. Die Entwicklung von Systemen
wird dagegen gar nicht betrachtet. Da die Approximation gar keine Rolle spielt, wird sie im weiteren
nicht betrachtet.
Programmiersprachen konzentrieren sich eher auf die Entwicklung von Regeln zur Zustandstransformation. Zustände werden durch eine Struktur definiert. Die abstrakten Zustandsmaschinen erlauben darüber hinaus eine Abstraktion durch Einführung einer expliziten Verfeinerungsbeziehung.
Regeln können sowohl sequentiell, als auch konkurrierend als auch parallel angewandt werden. Erstmals mit den abstrakten Zustandsmaschinen wurden auch Postulate aufgestellt [Gur00]:
Postulat der sequentiellen Zeit: Zustandstransformationen erfolgen schrittweise mit einer Zeitlogik, die sequentiell ist.
Postulat der abstrakten Zustände: Zustände können durch eine Struktur über einer Signatur
definiert werden, wobei Zustandstransformationen nicht die Struktur ändern und invariant gegenüber Strukturisomorphismen sind.
Postulat der beschränkten Exploration: Zustandstransformationen erfolgen für eine beschränkte bzw. endliche Menge von Zuständen des gesamten Zustandsraumes.
Oft ist es sinnvoll, die vier Prinzipien auf spezifische Art zu betrachten. In unserem Anwendungsfall betrachten wir nicht die allgemeine Kollaboration, sondern nur einige Aspekte: Kollaboration
im Rahmen der Verteilung und Interaktion von System und Akteuren (anstelle von Agenten). Wir
betrachten auch im wesentlichen nur die Entwicklung von Information innerhalb eines Informationssystemes und weniger die Entwicklung von Systemen selbst. Die Abstraktion wird ebenfalls nur in als
konservative Abstraktion behandelt. Wir nutzen die Modellierung und konzentrieren uns weniger auf
Abbildungen und Verfeinerungsmechanismen. Aus diesen vier Prinzipien leiten wir deshalb die vier
Modellierungsaufgaben ab:
Modellierung
Modellierung
Modellierung
Modellierung
der
der
der
der
Strukturierung,
Funktionalität,
Verteilung
und
Interaktivität.
Im Abstraktionsprozeß kann man unterschiedliche Aspekte betrachten:
• Wir unterscheiden drei Abstraktionsarten:
• Die Komponentenabstraktion kann aufgrund unterschiedlicher Konstruktoren unterschiedliche Ausprägungen besitzen:
• Die Klassenabstraktion orientiert sich auf die Unterscheidung von Instantiierung und
Klassifizierung.
• Die Konstruktorabstraktion orientiert sich an der Benutzung der im Datenbankmodell
vorhandenen Konstruktoren. Daraus resultieren Operationen wie die Aggregation und
die Dekomposition.
• Die Beziehungen zwischen Klassen können explizit modelliert sein.
· Durch Teiltypenhierarchien werden die Generalisierung und Spezialisierung von
Klassen dargestellt.
· Die Konstruktionsbeziehungen folgen meist der Definitionsbeziehung.
· Abbildungsbeziehungen werden für Datenbanken auf die Sichtenmodellierung reduziert.
• Die Lokalisierungsabstraktion orientiert auf eine Verallgemeinerung ohne Bezug zur konkreten Umgebung.
• Die Wiederholung von Konzepten (Parametrisierung von Konzepten) orientiert auf
der Grundlage einer Anwendungsabstraktion auf analoge Konzepte und Hierarchien
artgleicher Konzepte. Der Entwurf von Einheiten kann auf verschiedene Abstraktionsebenen verteilt werden.