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1.2.6 Festplatteneinheiten
RAID-Controller unterstützen auch externe Festplatteneinheiten, die SES- oder SAF-TE-Festplatteneinheitverwaltungs-Hardware
verwenden. Durch diese erweiterte Hardwareunterstützung können zusätzliche Verwaltungsinformation der Festplatteneinheit, wie
z.B. Lüfterdrehungszahl, Temperatur oder Spannung bereit gestellt werden. Solche Festplatteneinheiten bieten in der Regel weitere
zusätzliche Eigenschaften, wie z.B. Hot-Swap.
1.2.7 Hot-Swap
RAID-Controller unterstützen entweder durch die Nutzung der SATA-Technologie oder durch die oben beschriebenen
Festplatteneinheiten einen sogenannten Hot-Swap, d.h. es ist ein Austausch der Festplattenlaufwerke im laufenden Betrieb möglich,
ohne dass das System neu gestartet werden muss.
Hinweis: Ein Hot-Swap von Festplatten ist nur möglich, wenn die Festplatte vorher Offline gesetzt wurde.
1.2.8 Hot-Spare
Ein Hot-Spare ist ein physisches Laufwerk, das in einem redundanten logischen Laufwerk als Ersatz für eine ausgefallene Festplatte zur
Verfügung steht. Sollte ein Laufwerk ausfallen, so ersetzt der Hot-Spare dieses, und das logische Laufwerk wird neu erstellt. Die Daten
werden dann im laufenden Betrieb auf dieser neuen Festplatte rekonstruiert. Bis die Rekonstruktion abgeschlossen ist, brauchen die
anfallenden Zugriffe auf die Daten etwas länger, sind aber jederzeit möglich.
RAID-Controller unterstützen folgende Hot-Spare-Typen:
Globale Hot-Spares unterstützen jedes logische Laufwerk, für das das Laufwerk genügend Speicherkapazität zum Schutz zur
Verfügung stellt.
Dedizierte Hot-Spares unterstützen lediglich die logischen Laufwerke, denen es zum Schutz zugewiesen wurde.
Hinweis: Manche RAID-Controller weisen neu hinzukommende oder unbenutzte Laufwerke automatisch der Gruppe der globalen HotSpares zu.
1.2.9 Konsistenzüberprüfung/MDC
Die Konsistenzüberprüfungsoperation stellt die Korrektheit der Daten eines logischen Laufwerks, das die RAID-Level 1, 5, 6, 10, 50 und
60 benutzt (RAID-0 bietet keine Datenredundanz), sicher. Beispiel: In einem System mit Parity bedeutet Konsistenzüberprüfung die
Berechnung der Daten auf einer Festplatte und den Vergleich des Ergebnisses mit dem Inhalt der Parity-Festplatte.
MDC stellt nicht nur die Korrektheit der Daten sicher, sondern versucht auch inkonsistente Daten automatisch zu korrigieren.
Hinweis: Es ist empfehlenswert, eine Konsistenzüberprüfung wenigstens einmal pro Monat durchzuführen.
1.2.10 Copyback
Die Copyback-Funktion erlaubt das Kopieren der Daten von einer Quell-Festplatte eines logischen Laufwerks auf eine Ziel-Festplatte,
die nicht Teil eines logischen Laufwerks ist. Copyback wird oft benutzt, um eine bestimmte physikalische Konfiguration eines Arrays zu
erzeugen oder wiederherzustellen (z.B. eine bestimmte Anordnung der Gruppenmitglieder an einem I/O-Bus). Copyback kann
automatisch ablaufen oder manuell gestartet werden.
Wenn eine Festplatte ausfällt oder erwartet wird, dass sie bald ausfällt, werden die Daten typischerweise auf einem Hot-Spare
wiederhergestellt. Die ausgefallene Festplatte wird durch eine neue Festplatte ersetzt. Dann werden die Daten vom Hot-Spare auf die
neue Festplatte kopiert und der Hot-Spare nimmt seinen ursprünglichen Status wieder ein. Der Copyback-Prozess läuft im Hintergrund
und das logische Laufwerk steht dem Betriebssystem weiter online zur Verfügung.
Copyback wird auch aufgerufen, wenn der erste Self-Monitoring Analysis and Reporting Technology (SMART) Fehler auf einer
Festplatte auftritt, die Teil eines logischen Laufwerks ist. Die Ziel-Festplatte ist ein Hot-Spare, der im Falle eines Rebuild ebenfalls
genommen würde. Die Festplatte mit dem SMART-Fehler wird erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Copyback als defekt
gekennzeichnet. Dies verhindert, dass zugehörige logische Laufwerke in einen eingeschränkt funktionsfähigen Zustand gebracht
werden.
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