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den abrasiven Verfahren. Insbesondere beim Hartdrehen können aufgrund des nicht
formgebundenen Werkzeugs verschiedene Werkstückkonturen flexibel in einer Aufspannung bearbeitet werden. Außen- und Innenbearbeitung sind auf einer Maschine
durchführbar. Beim Hartdrehen wird entweder eine Schleifbearbeitung komplett substituiert oder zumindest das Vorschleifen vor dem Finishing durch die Drehbearbeitung ersetzt. Dadurch lässt sich in vielen Anwendungsfällen eine wirtschaftlichere
Bearbeitung gegenüber der konventionellen Hartbearbeitung erzielen [117]. Hinzu
kommt eine erheblich höhere Umweltverträglichkeit des Hartdrehens aufgrund der
möglichen Trockenbearbeitung. Das Hartfeindrehen ist immer mit Trockenbearbeitung und Präzisionsbearbeitung verbunden. Bild 2-2 zeigt den Verfahrensvergleich
Hartdrehen-Schleifen. Hartbearbeitung mit definierter Schneide führt zu hohen
Zerspankräften und Temperaturen und damit zu großen Belastungen der am
Zerspanprozess beteiligten Komponenten [120, 125, 134].
Neben der Trocken- und der Hartbearbeitung, sind in letzter Zeit vor allem auf dem
Sektor der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung Innovationen zu erkennen [129]. Gegenüber der konventionellen Zerspanung wird unter dem Begriff Hochgeschwindigkeitsbearbeitung die Zerspanung mit deutlich gesteigerter Schnittgeschwindigkeit
verstanden [116]. HSC-Bearbeitung ist mit einer hohen Zerspanleistung verbunden
[129]. Die HSC-Bearbeitung besitzt die folgenden Vorteile [1, 4, 7, 13, 38, 69, 116,
119, 129], Bild 2-3:
• Reduzierung der Hauptzeiten,
• Reduzierung der Fertigungskosten,
• Erhöhung der Zeitspanvolumen,
• Reduzierung der Zerspanungskräfte und -leistungen bezogen auf das Zeitspanvolumen,
• Verbesserung der Oberflächenqualität,
• Erhöhung der Maß- und Formgenauigkeit,
• Vermeidung von Ratterschwingungen,
• Verminderung der Möglichkeiten von Gratbildungen,
• Verringerung der Wärmeentwicklung im Werkstück,
• Reduzierung von nötigen Nachbearbeitungsschritten,
• wirtschaftlicher Einsatz der Schneidstoffe,
• Erhöhung der Flexibilität und
• Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Verfahrenssubstitution.