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Teil II, Entwicklungen und Tätigkeiten im Bereich der Hochleistungssysteme
Das LRZ beteiligte sich an der Erstellung von Förderanträgen zur „D-Grid Scheduler Interoperability
(DGSI)‖, ―Physik induzierte Servicegrid Infrastruktur (Physis)‖, „SLA4D-Grid – Service Level Agreements für das D-Grid― und ―Intrusion Detection (GIDS)‖. Mit einer Entscheidung über die Förderung
durch das BMBF wird Anfang 2009 gerechnet.
Auf den Produktionssystemen des LRZs wurde Globus von GT4.0.5 auf GT4.0.7 angehoben und für Globus GT4.0.7 wurden binäre Distributionen für von Benutzern nachgefragte Betriebssysteme (SLES10)
erstellt.
Im Herbst 2007 wurden vom BMBF Sondermittel zum Aufbau der Grid-Infrastruktur bereitgestellt. Das
LRZ beschaffte davon Hardware und erklärte sich bereit, für die in München ansässigen Teile der assoziierten HEP (Hochenergiephysik)-Community deren aus Sondermitteln beschaffte Rechner im Rahmen
des attended housing am LRZ zu betreiben. Diese Maschinen wurden 2008 in Betrieb genommen und
werden seither vom LRZ betrieben und für D-Grid zugänglich gemacht.
Im Rahmen neuer D-Grid-Sonderinvestitionen im Herbst 2008 wurden zwei Serversysteme Sunfire
X4600 und Lizenzen (AVS, Amira/Avizo, IDL) zur Remote-Visualisierung (RV) im Grid beschafft. Für
diese RV-Systeme wurde ein Betriebs- und Sicherheitskonzept entworfen. Die Inbetriebnahme wird Anfang 2009 erfolgen.
Das LRZ beteiligte sich an der Erarbeitung eines D-Grid-weiten Betriebskonzepts, der Koordination des
Supports (SuKo) sowie einer Referenzinstallation und erstellte binäre Installationspakete und pflegte die
Installationsanleitung für Globus, die genau auf die Anforderungen der D-Grid-Systeme zugeschnitten ist.
Es wurde intensiver Globus-Support für alle Communities, allen voran die Astro-Community, geleistet.
6.6.2 DEISA
Das zweite Großprojekt des LRZ im GRID-Bereich ist
DEISA (Distributed European Infrastructure for Supercomputing Applications, http://www.deisa.eu). DEISA
ist ein Konsortium führender nationaler Höchstleistungsrechenzentren in Europa und betreibt eine langfristig angelegte verteilte Produktionsumgebung für
Höchstleistungsrechnen im europäischen Maßstab. Der
Zweck
dieser
seit
2008
im
EUForschungsförderungsprogramm FP7 geförderten Forschungs-Infrastruktureinrichtung ist es, wissenschaftliche Forschung in einem breiten Spektrum von
Fachgebieten und Technikbereichen dadurch zu fördern, dass europäische Kapazitäten im Höchstleistungsrechnen gekoppelt, verstärkt und erweitert werden. Dies geschieht augenblicklich durch eine tief
greifende Integration nationaler Höchstleistungsplattformen, die durch ein dediziertes europäisches
Höchstleistungsnetz (GÉANT2) mit Hilfe innovativer System- und Grid-Software eng vernetzt sind.
LRZ-Mitarbeiter nahmen an DEISA Technical Meetings in Amsterdam, Barcelona, Bologna, Brüssel,
Paris und Stuttgart, an DEISA Training Sessions in Jülich und Neapel, dem DEISA Symposium in Edinburgh, sowie an zahlreichen DEISA Videokonferenzen teil und beteiligten sich aktiv an Diskussionen in
über 20 DEISA-Mailinglisten.
Das DEISA-1 Projekt wurde im April 2008 mit einem Review in Brüssel durch die Europäische Kommission mit großem Erfolg abgeschlossen. In Abbildung 60 sind die Publikationen gezeigt, die die wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse von DEISA-1 zusammenfassen.