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5.1 Vorstellung des Instruments Vorgehensmodelle 125 die vorhergehende Phase abgeschlossen wurde, d. h. die spezifischen Ergebnisse erreicht wurden. Im Folgenden werden die Ziele der einzelnen Phasen des sequentiellen Software-Life-CycleAnsatzes beschrieben:570 1. Problemanalyse und Planung Das Ziel der Problemanalyse und Planung ist es, den Problembereich der zu entwickelnden Software festzustellen und zu dokumentieren. Zur Problemanalyse und Planung gehören auch die Bestimmung der finanziellen, personellen, technischen sowie zeitlichen Ressourcen, die zur Realisierung der Software erforderlich sind. 2. Systemspezifikation In der Phase der Systemspezifikation wird zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer (Softwareentwickler) festgelegt, was die zu entwickelnde Software leisten soll und welche Vorbedingungen für ihre Realisierung gelten. Die Anforderungen an die Software lassen sich in funktionale und nicht-funktionale Anforderungen unterteilen.571 Die funktionalen Anforderungen definieren die vom Anwender erwarteten Systemfunktionen hinsichtlich des Einsatzzwecks der Software. Nicht-funktionale Anforderungen werden ebenfalls zumeist vom Benutzer an das System gestellt, berühren die eigentliche Funktionalität des Systems jedoch nicht. Diese Anforderungen werden zumeist implizit durch den Benutzer präsupponiert, wie z. B. eine hohe Zuverlässigkeit, größtmögliche Sicherheit und Portabilität sowie gewünschte Antwort- und Verarbeitungszeiten der Anwendung. Darüber hinaus enthalten die nicht-funktionalen Anforderungen die Spezifikation der Formen, in der die Anwender mit der Software kommunizieren (Benutzerschnittstelle). Als ein Kontrakt zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer muss die Systemspezifikation für die Beteiligten verständlich formuliert sein. Als Grundlage für die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, die aus unterschiedlichen Erfahrungskontexten stammen können (z. B. wirtschaftswissenschaftlich ausgebildeter Manager bzw. Informatiker), wurden Artefakte, wie bspw. semiformale Sprachen zur Modellierung, entwickelt.572 3. System- und Komponentenentwurf Das Ziel dieser Phase ist es festzulegen, welche Systemkomponenten entwickelt oder erworben werden müssen, um die in der Systemspezifikation identifizierten Anforderungen erfüllen zu können. Dabei stellt der Entwurf der Systemarchitektur 570) Vgl. für die einzelnen Phasen Pomberger, Blaschek (1993), S. 18-20. Die einzelnen Phasen werden als Gruppierungen von Aktivitäten im vorliegenden Fall verstanden. 571) Vgl. Pomberger, Blaschek (1993), S. 41 f. 572) Ein Beispiel für ein derartiges Artefakt ist die Unified Modeling Language (UML). UML stellt semiformale sprachliche Ausdrucksmittel bereit, mit denen der Auftraggeber und der Auftragnehmer die Anforderungen an die zu entwickelnde Software eindeutig beschreiben können. Vgl. zu UML Kapitel 5.2, S. 162 ff.
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