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Ergebnisse
die Analyse einbezogen. Bei der Berechnung der HKA werden 13 Komponenten mit einem
Eigenwert O>1 extrahiert. Die Eigenwerte und Gesamtvarianz der Faktorenlösung werden in
Tabelle E-6 in Anhang E dargestellt. Die erste Komponente klärt einen maßgeblichen Anteil
an der Gesamtvarianz von 35,95% auf. Die zugehörige Komponentenmatrix wird in Tabelle
E-8 im Anhang E dargestellt. 52 von 60 Indikatoren weisen eine Ladung ai1 0.3 auf dem
ersten Faktor auf. Die zweite Komponente trägt weitere 7,52% zur Aufklärung der
Modellvarianz bei. Insgesamt tragen die Komponenten 2 bis 13 36,21% zur Erklärung der
Modellvarianz bei. Auf Grundlage der Ergebnisse des Harman’s Single-Factor Test kann
davon ausgegangen werden, dass kein kritischer Common Method Bias im Datensatz vorliegt.
7.1.5 Identifikation problematischer Fälle
Wie in Abschnitt 6.2 dargestellt, werden zwei Analysen vorgenommen, um problematische
Fälle zu identifizieren. Einerseits werden fallweise die Varianzen im Antwortverhalten der
Teilnehmer untersucht und andererseits die Konsistenz des Antwortverhaltens bei der
Beantwortung negativ gepolter Items überprüft. Grundlage ist der Datensatz mit zwei
Bewertungen je Fall.
Bei der Analyse der Varianzen im Antwortverhalten werden N 25 Teilnehmer auffällig.
Bemerkenswert ist, dass die Anzahl der mit einer niedrigen Varianz als „Durchklicker“
identifizierten Teilnehmer bei der zweiten Website deutlich höher ausfällt. In diesem Fall
zeigt sich bei 19 Teilnehmern eine Streuung über alle Items von SDd1, während bei der
Bewertung der ersten Website lediglich sieben Teilnehmer auffällig werden. Einer der
Teilnehmer zeigt sowohl bei der Bewertung der ersten als auch der zweiten Website eine
Streuung über alle Items von SDd1.
Um die Konsistenz des Antwortverhaltens bei der Beantwortung negativ gepolter Items zu
überprüfen, werden die Abweichungen zwischen den Mittelwerten der positiv gepolten
Usability-Indikatoren und den Werten für das negativ gepolte Item ur2ac berechnet. Bei 15
Teilnehmern zeigt sich ein inkonsistentes Antwortverhalten. Tabelle E-9 im Anhang E gibt
einen Überblick über die insgesamt N 40 Teilnehmer, die in mindestens einer der beiden
Analysen ein auffälliges Antwortverhalten zeigten9.
7.2 Reihenfolgeeffekte
Wie in Abschnitt 4.7 dargestellt, wurden in der vorliegenden Untersuchung potentielle
Störeffekte aufgrund der Reihenfolge in der Itempräsentation unter mehreren Aspekten
berücksichtigt. So wurde einerseits die Abfolge der reflektiven und formativen UsabilitySkalen systematisch variiert und andererseits die Usability-Skalen in der Abfolge der
Konstruktabfrage einmal am Anfang des Fragebogens im Anschluss an die AVs platziert
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Die als auffällig identifizierten Fälle werden in Abschnitt 7.7.1 einer weiteren Überprüfung hinsichtlich ihrer
Verwendbarkeit im Rahmend der Logistischen Regression unterworfen.