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14 Theoretischer und empirischer Hintergrund Dienstleistungen orientieren sich an der Dichotomie der Prozess- und Ergebnisorientierung von Dienstleistungen (Rück, 2000, S. 179ff.). Die Immaterialität von Dienstleistungen (auch Intangibilität) wird häufig im Hinblick auf das Ergebnis des Leistungserstellungsprozesses als dienstleistungsimmanentes Konstitutivum in Abgrenzung zu materiellen Sachgütern angeführt (Hilke, 1989, S. 26ff.). Unter Immaterialität wird dabei etwas nicht physisch Präsentes verstanden. Der Konsument erlangt kein Eigentum an tangiblen Ergebnisbestandteilen, zumal sich der Nutzen der Dienstleistung vielmehr am Ergebnis eines Prozesses manifestiert und nicht an tangiblen Teilen (Lovelock, 2001, S. 9f.). Hentschel (1992, S. 28f.) weist auf zwei Ebenen der Immaterialität hin. Neben einer physischen Immaterialität benennt er zum anderen eine intellektuelle Immaterialität. Diese bezieht sich auf vom Kunden nur schwer zu erfassende oder nachzuvollziehende Elemente der Leistung. Aufgrund der Intangibilität kann die Dienstleistung nicht sensual erfasst werden, sondern es kommt vielmehr zur Wahrnehmung des Prozessergebnisses, ihrer Performance (Gabbot & Hogg, 1998, S. 279). Durch die mit der Intangibilität einhergehende Schwierigkeit, die Qualität der Leistung vor ihrer Erstellung zu beurteilen, verstärkt sich das kundenseitig wahrgenommene Risiko und entsprechend die Unsicherheit des Kunden. Des Weiteren hat die Art der Leistungserstellung bei Dienstleistungen unter Einbezug des Kunden in den Erstellungsprozess eine Variabilität des Ergebnisses, vor allem in qualitativer Hinsicht, zur Folge. Dies birgt einerseits die Möglichkeit zur Individualisierung, andererseits jedoch auch die Problematik, einen einheitlichen Qualitätsstandard zu erbringen. Als weiteres dienstleistungsimmanentes Konstitutivum wird die Integrativität eines externen Faktors in den Dienstleistungsprozess herangezogen, die sich als prozessbezogen darstellt. Die Erstellung von Dienstleistungen wird bestimmt durch temporale, tätigkeitsbezogene Faktoren, welche der Befriedigung von Konsumentenbedürfnissen dienen (Bruhn, 2000, S. 24; Meffert & Bruhn, 1997, S. 82). Dienstleistungen sind also Prozesse, in die der Konsument als externer Faktor einbezogen wird (u.a. Engelhardt & Freiling, 1995; Maleri, 2001, S. 132ff.). Er bringt dabei Informationen, Objekte, Rechte und ggfs. auch sich selbst als Produktionsfaktor in den Leistungserstellungsprozess mit ein. Diese sogenannten kundenseitigen Faktoren, die als Verrichtungsobjekt oder auch subjekt nicht vollständig im Verfügungsbereich des Anbieters stehen, dienen der Konkretisierung der individuellen Bedarfslage des Konsumenten (Engelhardt & Freiling, 1995; Stauss, 1996). Über die Spezifizierung des Leistungsziels nehmen sie auf den Leistungserstellungsprozess Einfluss. Entscheidend ist, dass der externe Faktor als nicht vom Anbieter disponierbarer Faktor in den Erstellungsprozess mit eingeht und zu einem Produktionsfaktor wird, der im Verlauf des Prozesses eine Veränderung erfährt (Hilke, 1989, S. 12). Eine einmal erstellte Dienstleistung kann somit nicht mehr an Dritte weitergegeben werden, es entfällt dadurch in der Regel die Drittverwendungsfähigkeit (Maleri, 2001, S. 140).
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