Download Dissertation_Held_2009
Transcript
Diskussion 221 Einschränkend muss angemerkt werden, dass die Voraussetzung einer ANOVA, die Annahme der Varianzhomogenität, nicht erfüllt wurde. Die Überprüfung der Annahme anhand eines Levene-Tests ergab ein signifikantes Ergebnis, sodass Varianzhomogenität abzulehnen ist. Allerdings erweist sich das Verfahren bei einer Verletzung dieser Annahme als robust (vgl. Backhaus et al., 2003, S. 150). 8.1.1.4 Überprüfung der formativen Skala ufosV2fa Entsprechend des in Abschnitt 6.6.2.3 vorgestellten Vorgehens wurde die formative Skala ufosV2fa überprüft, indem sie in einem Zwei-Konstrukt-Modell als Prädiktor zu der reflektiven Skala ufosV2ra in Beziehung gesetzt wurde. Um möglichen Verzerrungen der Schätzparameter aufgrund von Multikollinearität zwischen den formativen Indikatoren zu begegnen, wurden untereinander multikollineare Indikatoren der Skala ufosV2fa zu Indizes zusammengefasst (vgl. Albers & Hildebrand, 2004). Hierfür wurde, um möglichst viel Information der vorhandenen Daten beizubehalten, dem bei Multikollinearität empfohlenen Prinzip der Hauptkomponentenregression folgend, eine Hauptkomponentenanalyse mit orthogonaler Rotation gerechnet (Moosmüller, 2004, S. 132). Es zeigte sich ein sehr hoher, signifikanter Pfadkoeffizient mit einem Wert von E 0,92 sowie ein sehr zufriedenstellender Determinationskoeffizient hinsichtlich der LV ufosV2ra von R2 0,84. Diese Werte lassen auf einen hohen Zusammenhang zwischen den beiden LVn schließen, sodass die Hypothese H4, wonach ein Zusammenhang zwischen der formativen ufosV2fa-Skala und der reflektiven ufosV2ra-Skala besteht, bestätigt werden kann. Offensichtlich bildet das Set der 27 verwendeten formativen Usability-Indikatoren das Globalurteil der ufosV2ra-Skala sehr gut ab. Angesichts der hohen Korrelationen zwischen den formativen Indikatoren könnte vermutet werden, dass bei einer Reduktion des Skalenumfangs der ufosV2fa-Skala durch Ausschluss einzelner Items trotzdem ein hoher Zusammenhang zum Globalurteil der ufosV2ra-Skala bestehen bliebe. Um inhaltliche Redundanzen im Fragebogeninventar zu vermeiden und die Itemanzahl einzugrenzen wurden bereits vier Indikatoren von der weiteren Verwendung in der formativen Skala ufosV2fa ausgeschlossen. Es verbleiben 27 Items in der ufosV2fa-Skala (siehe Abschnitt 7.5.1.2). Der Skalenumfang ist damit im Vergleich zu der von Christophersen (2007) verwendeten Skala ufosV2f mit 46 Items deutlich reduziert. Dennoch stellt sich angesichts der hohen Itemkorrelationen die Frage, ob es angeraten wäre, noch weitere Items aus der Skala zu eliminieren. Zielsetzung einer Anwendung der formativen Usability-Skala ufosV2fa ist es, auf Grundlage der Ausprägungen von Einzelitems, inhaltlich differenzierende Rückschlüsse auf die Usability der jeweils dahinter stehenden Gestaltungsmerkmale zu erhalten. Weitere Items auszuschließen hätte möglicherweise zur Folge, die Beurteilungsbreite der ufosV2fa-Skala und damit die Inhaltsvalidität einzuschränken, was der angeführten Zielsetzung entgegenstünde. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Skalenitems im Vorfeld der Untersuchung auf Grundlage von Experten-
Related documents
Vorlage Dissertation - Universität St.Gallen
Einführung einer Wissensdatenbank Fallstudie und Evaluation
Dokument 1 - E-Dissertationen der UHH
Texte intégral PDF (365 ko)
Kooperative Bewertung und Kommunikation der - Ecolog
Volltext
Inhalt des Kapitels - mediaTUM - Technische Universität München
BENUTZERHANDBUCH