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Prof. Dr. Pielot 28.09.2003 Das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis in der Technischen Kommunikation Anwendung von Forschungsergebnissen in der Praxis • Müssen Handbücher vollständig sein ? Es wurden in wissenschaftlichen Experimenten deutliche Vorteile bei folgenden Merkmalen einer Dokumentation für Software ermittelt: Unvollständigkeit der Informationen (Benutzer probiert aus), Strukturierung nach dem Prinzip der Aufgabenbezogenheit, Inhaltlicher Aufbau nach dem Prinzip der Modularität, Berücksichtigung und Behandlung von Benutzerfehlern. Das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis in der Technischen Kommunikation Anwendung von Forschungsergebnissen in der Praxis • Ist der Gebrauch des Passivs verständlichkeitshemmend ? In „Schreibberatern“ findet man häufig die Aussage : "Aktive Formulierungen bleiben leichter hängen als umständliche Passivsätze" Beispiel: Vergleich der folgenden Aussagen Stellen Sie den Motor ab aktivisch- affirmative (bejahende) Aussage Sie dürfen den Motor nicht betreiben betrieben werden aktivisch-negative (verneinende) Der Motor ist abzustellen passivisch- affirmative Der Motor darf nicht passivisch-negativen Aussage Das Ergebnis empirischer wissenschaftlicher Untersuchungen ist: • Aus dem Gedächtnis abgerufene Anweisungen werden aktivisch- affirmativ zitiert, • Die Behaltensleistung ist z.T. bei Passivform besser, bei der Negativform schlechter als bei der affirmativen Form Technische Dokumentation und Kommunikation WS 2003/2004 3