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56 Kapitel 4 6. Doppelbelichtung: Dieser Effekt ist die klassische Zweifachbelichtung, wie sie im Film seit rund einem Jahrhundert verwendet wird. Sie führt zu sehr stimmungsvollen Bildwechseln. Im Grunde ist sie eine verlängerte Überblendung. Beim „Modus“ können Sie zwischen „Überblenden“ (normale Anwendung) und „Ein-/Ausblenden“ (empfohlen bei Insertschnitten) wählen. Die „Blendzeit“ (Summe aus Ein- und Ausblendzeit) kann bis zu 12 Sekunden eingestellt werden, und unter „Mix“ können Sie den Anteil der beteiligten Szenen bis 100% einstellen. Wird der Regler für den Mixanteil auf 0% gestellt, wird die erste Szene komplett gezeigt, steht er dagegen auf 100%, sehen Sie nur die zweite beteiligte Szene. In der 50%Position werden beide Szenen gleich intensiv dargestellt – dies bietet sich für die normale Überblendung an. Vergessen Sie nicht, die Laufzeit des Effektes über die entsprechenden Tasten zu bestimmen. In der Regel werden Sie den „x s“-Schalter betätigen und die Laufzeit auf Maximum einstellen, so dass die Überblendung über die ganze Doppelszene wirkt. In diesem Fall sollten beide Szenen vorher gleich lang getrimmt sein. 7. Farbblende: Als Überblendung wird mit diesem Effekt von der ersten Szene auf eine einstellbare Farbe übergeblendet und von dort dann auf die zweite Szene. Eine solche Blende wird z.B. gerne bei geschnittenen Interviews eingesetzt, bei denen aufgrund harter Schnitte oder anderer Blenden der Gesprächspartner hin und her ruckelt, da er sich natürlich etwas bewegt hat. Zur Einstellung der „Farbe“ wird der übliche Farbkasten benutzt. Meistens wird bei diesem Effekt weiß oder schwarz eingesetzt. Empfohlene Laufzeit: 0,5-2 Sekunden. 8. Field Wechsler: Beide Szenen werden bei diesem Effekt halbbildweise abwechselnd eingeblendet, so dass ein Flimmern entsteht, bei dem aber beide Szenen in Bewegung bleiben. Dieser Effekt kann für die Erstellung von 3D PAL Videos genutzt werden, sofern entsprechende Aufnahmen vorhanden sind. 9. Kreisblende: Dieser Effekt blendet mit einem größer bzw. kleiner werdenden Kreis von einer auf die andere Szene über. Die Richtung kann über den „Modus“ gewählt werden. „In“ bedeutet, dass die zweite Szene mit einem Kreis, der aus der Bildmitte entsteht und dann größer wird, in die erste Szene eingeblendet wird. Durch Wahl der Option „Out“ wird die erste Szene in einem am äußeren Bildrand entstehenden, kleiner werdenden Kreis dargestellt und ausgeblendet, so dass die zweite Szenen dahinter zu sehen ist. In Verbindung mit dem „Schwarz“-Effekt aus der „Neu“-Liste lässt sich mit dem Modus „Out“ z.B. das aus vielen älteren Zeichentrickfilmen bekannte typische Ende erzeugen. Empfohlene Laufzeit: 0,5-2 Sekunden. 10. Musterblende: Dieser Effekt blendet mit Hilfe eines Musters, das Sie aus dem Image-Pool auswählen, auf die zweite Szene über. Sie haben die Wahl zwischen dem Modus „Wischblende“ oder „Bildteiler“, außerdem können Sie bestimmen, wie der Rand beschaffen sein soll („ohne“, „weich“, „Farbe“). 11. Platzhalter: Dies ist kein Effekt im eigentlichen Sinne. Er kommt dann zum Einsatz, wenn eine Wiederherstellung (Restore) einer Projektsicherung Effekte beinhaltet, die auf dem verwendeten System noch nicht installiert wurden. Dies kann z.B. nach einer Neuinstallation oder bei der Übertragung des Projektes auf ein anderes System auftreten. Die nicht vorhandenen Effekte werden nicht einfach weggelassen, sondern durch ein RufzeichenSymbol ersetzt. Dieses reserviert den Platz (sofern er nicht ersetzt oder gelöscht wird) solange, bis das Projekt wieder gesichert und auf dem originalen Gerät aufgespielt wird, bzw. die Zusatz-Pakete installiert wurden. Ebenso verhält sich der Platzhalter mit Store ´n´ Share, wenn das Projekt einer externen Festplatte auf einem anderen Gerät genutzt wird. Solange nur der Platzhalter angezeigt wird, nimmt der Effekt bei einer Berechnung keine Veränderung an hinzukommender Szene vor. Im Effekt-Einstellfeld rechts warnt ein Hinweistext, dass dies kein Effekt im eigentlichen Sinne ist. 12. Rechteckblende: Dieser Effekt überblendet mit einem größer bzw. kleiner werdenden Rechteck zwischen zwei Szenen. Unter „Position“ können Sie die „Lage“ und „Größe“ des Rechtecks festlegen. In dem Positionierungsmenü kann man die Rasterung einstellen um die Position der Szene besser einzustellen. Besonders wenn ein Multilageneffekt erstellt werden soll, ist die Positionierung an den bereits vorhandenen Einblendungen mit einem Raster einfacher. Wählen Sie dann unter „Modus“ die Option „In“, entsteht die zweite Szene aus dem Rechteck, das bis zum Bildrand anwächst, so dass es die zweite Szene schließlich komplett darstellt. Wählen Sie „Out“, verkleinert sich die erste Szene bis auf die von Ihnen festgelegte Größe des Rechtecks. Ist diese erreicht, wird das Rechteck ausgeblendet, und der Bildschirm wird komplett mit der zweiten Szene ausgefüllt, die zuvor im Hintergrund des Rechtecks zu sehen war. 13. Skalieren: Unter „Position“ können Sie die „Lage“ und „Größe“ eines Kästchens bestimmen, wobei sich die Seiten nur proportional zueinander vergrößern bzw. verkleinern lassen. Entscheiden Sie sich unter „Typ“ für die Option „Vergrößern“, entsteht die zweite Szene aus dem Kästchen aus der ersten heraus (wird in die erste Szene gezoomt). Dieses Kästchen hat die von Ihnen gewählte Größe und wächst an, bis es den kompletten Bildschirm ausfüllt. Wählen Sie die Option „Verkleinern“, wird die erste Szene im Kästchen bis zur eingestellten Größe verkleinert und anschließend weich ausgeblendet (wird also aus der zweiten Szene heraus gezoomt). 14. Streifenblende: Dieser Effekt lässt zwei Szenen ineinander übergehen, indem die erste Szene in Streifen zerlegt und dann anschließend ausgeblendet wird, während die zweite Szene