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konnten. Das Ergebnis überzeugte die Öffentlichkeit und Fachleute davon, dass es in
der Tat möglich sei, den Übersetzungsprozess zu automatisieren.
Aufgrund dieses Erfolges wurden den Wissenschaftlern der verschiedenen Forschungsgruppen zahlreiche finanzielle Mittel seitens der Regierung, des Militärs und von Privatleuten zur Verfügung gestellt. Auch in Europa und Asien wurden nun Forschungsgruppen auf dem Gebiet der MÜ gegründet und im Jahre 1956 fand die erste internationale Konferenz zu diesem Forschungsgebiet statt. Dabei nahmen zum ersten Mal auch
Teilnehmer aus Großbritannien und Kanada teil und russische Wissenschaftler beteiligten sich durch Zusendung von Dokumenten. Die Jahre zwischen 1956 und 1966 können als Blütezeit der MÜ angesehen werden, in der die ausgedehnteste Forschungsarbeit
auf diesem Gebiet geleistet wurde (vgl. HUTCHINS 1986:o. S.).
2.4 Die1950igerJahreundderALPAC‐Bericht
Die Anfangsjahre der MÜ waren zunächst von einer großen Zuversicht und die Hoffnung auf einen schnellen Erfolg geprägt. Dennoch traten vermehrt Schwierigkeiten auf,
die den anfänglichen Optimismus bremsten. Forschungsgruppen in der Sowjetunion und
Cambridge hatten beispielsweise keinen Zugang zu Rechnern und auch weitreichende
linguistische Probleme führten dazu, dass immer mehr kritische Stimmen laut wurden.
Im Jahre 1959 veröffentlichte Bar-Hillel seinen Bericht Report on the state of machine
translation in the United States and Great Britain in welchem er erklärt, dass die MÜForschung mit ihrem Vorhaben eine vollautomatische maschinelle qualitativ hochwertige Übersetzung zu erschaffen, die einer Humanübersetzung in nichts nachstünde, ein
unerreichbares Ziel verfolge, welches weder in naher Zukunft noch generell zu einem
späteren Zeitpunkt zu erreichen sei. Dabei geht Bar-Hillel in seiner Begründung nicht
auf die bisher erreichten Forschungserfolge ein, sondern stützt sich eher auf methodologische Schwierigkeiten. Er bekräftigt, dass es einer Maschine unmöglich sei, Ambiguitäts- und Homonomieprobleme zu klären, und dass diese Aufgaben dem Menschen vorenthalten sind. Wenn die MÜ per se funktionieren soll, reicht es nicht, dem Computer
ein Wörterbuch einzuspeichern, sondern es müsste schon eine komplette Enzyklopädie
sein. Für Bar-Hillel war dies jedoch ein bloßer Wunschgedanke, der es nicht lohnt weiter diskutiert zu werden. Schließlich zeichnet sich das menschliche Wissen nicht nur
durch das Vorhandensein von Fakten aus, sondern durch die schier unendlichen Verknüpfungsmöglichkeiten, die sich aus diesen Fakten ergeben. Für ihn gab es nur zwei
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