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„Es ist natürlich schwer für einen neuen Chef, wenn er a) die Leute nicht kennt, die Reize entsprechend wahrzunehmen und da ist ja von Reizen die Rede und da ist die Rede von bewussten und unbewussten Reizen, mit denen die Untergebenen reagieren. Der Chef muss natürlich die Leute erstmal kennen, damit er weiß, wie manche Menschen reagieren oder wie manche Menschen überhaupt sind. (…) Bin ich aber sehr neu in der Einheit, kenne ich die Leute nicht, also muss ich die Leute erst mal kennen, damit ich verschiedene Reize, die ja im Anfangsstadium doch noch sehr versteckt sind, denn wer sagt denn schon von Anfang an dem neuen Chef, hey Chef, so läuft das nicht.“ (II-2, 1/4). „Ja, ich glaube das trifft es ganz gut...diese Formulierung, dass die Fähigkeiten einschlafen, weil sie nicht abgerufen werden. Am deutlichsten ist es für mich geworden, so gegen Ende der Chefzeit, weil da halt eben ein sehr starker „Rollenwechsel“ für mich der Fall war.“ (II-3, 5/29). Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Rolle des Führers als in Verantwortung stehender Führer sehr widersprüchlichen Erwartungen ausgesetzt ist. Die Rolle dient als Verbindungselement und ist strukturell unklar definiert. Sie vermittelt sozusagen zwischen verschiedenen informalen Situationen im Hinblick auf eine formale Ausrichtung durch sachliche Grenzen (vgl. Luhmann 1994, S. 289). Darüber hinaus muss eine Führungskraft aber auch sozusagen auf sich selbst achten, da die Bundeswehr eine Laufbahnverordnung mit einem Laufbahnmodell/ Karrierechancen hat. Die Zweckmäßigkeit des Führungshandelns richtet sich demnach auch nach den sozialen Bedingungen für die Karriere (I-4, I-6, II-1), die einerseits durch einen vorbestimmten Werdegang (I-4) gekennzeichnet ist, andererseits aber kein konsequenzfreier Raum (I-4) besteht, der für die Laufbahngestaltung im Rahmen des Beurteilungssystems einen negativen Einfluss haben kann (I-6). Darüberhinaus beeinflusst das Laufbahnmodell die Stehzeit (II-5) und Verwendungsdauer (I-3) auf einer Stelle und damit die Möglichkeit der Verschiedenartigkeit begehbarer Fehler (I-6). Für die Sicherheit im beruflichen Handeln (II-1) kann sich das hinsichtlich einer Spezialisierung negativ auswirken, hinsichtlich einer Generalisierung wiederum positiv auswirken. Aus den Interviews lässt sich so herausarbeiten, dass Self-Monitoring nicht allein von der Person als Merkmalsträger abhängig ist, sondern einer sozial-interaktiven Komponente unterliegt. 5.4 Persönliche Bedingungen und Individuelle Merkmale von Self- Monitoring Zur Beschreibung von Self-Monitoring bedarf es zwei Referenzen - die Referenz auf die Umwelt, wie es die Kategorien Sachliche Kontexte und Soziale Dimensionen von Self-Monitoring darstellen und die Referenz auf das System selbst: 156
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