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Die Teilnehmer der Versuchsbedingungen „Entwerfen durch Freihandskizzieren mit Papier und
Bleistift“ und „Entwerfen durch Freihandskizzieren mit Graphiktablett“ unterschieden sich
weder signifikant in der Güte ihrer konstruktiven Lösungen, in der benötigten Bearbeitungszeit
noch in der Kommunizierbarkeit des technischen Informationsgehalts ihrer Entwürfe im Hinblick auf die Empfängergruppen „Technischer Laie“ und „Experte“. Die Hypothesen 1.1a, 1.2a
und 1.3a konnten somit bestätigt werden.
Die Vergleichbarkeit der durch Freihandskizzieren mit Papier und Bleistift und mit Graphiktablett entwerfenden Probanden hinsichtlich der Ergebnisvariablen belegt die Gleichartigkeit der
wesentlichen Anforderungen dieser beiden Arbeitsmittel an den Nutzer (vgl. Kapitel 4).
Verglichen mit der dritten Untersuchungsgruppe ergaben sich folgenden Resultate:
Probanden, die durch Freihandskizzieren entwarfen, erzielten eine hochsignifikant höhere Lösungsgüte als im Umgang mit CAD ausgebildete Probanden, die rechnergestützt entwarfen.
Damit ließ sich die Teilhypothese 1.1b bestätigen.
Dieses Ergebnis zeigt, dass das rechnergestützte Entwerfen zur Lösungsfindung in den frühen
Phasen weniger gut geeignet war. Die Tätigkeit des Entwerfens als Design Problem Solving
stellte Anforderungen an den Nutzer, die das Arbeitsmittel „2D-CAD“ nicht oder nicht ausreichend unterstützte. Im Gegenteil belastete es durch die vorgeschriebene, wenig intuitive Systemlogik das Arbeitsgedächtnis des Entwerfenden. Mentalkapazität, die eigentlich zur Erarbeitung der konstruktiven Lösung benötigt worden wäre, ging dadurch verloren.
Die mentalen Repräsentationen, die der Entwerfende im Verlauf der Lösungsfindung vom zu
entwerfenden Objekt aufbaute, scheinen nicht mit den Bedienoperationen kompatibel gewesen
zu sein. Der Abstraktionsgrad der Repräsentationen änderte sich je nach dem Stand der Bearbeitung der Gesamtkonstruktion und einzelner Teilelemente. Zu Beginn des Entwurfsprozesses
existierte nur eine vage Vorstellung von dem zu konstruierenden Produkt, die mit dem Fortschreiten der Problembehandlung zunehmend konkretisiert wurde. Beim Entwerfen mit AutoCAD mussten jedoch bereits bei der Ersteingabe sämtliche quantitativen Festlegungen exakt
getroffen werden. Wechsel im Abstraktionsgrad der Darstellung waren ausgeschlossen. Die
dadurch vor allem in diesen frühen Abschnitten defizitäre Unterstützung des Entwurfsprozesses
führte zu geringeren Wertigkeiten der konstruktiven Lösungen.
Bezüglich der Bearbeitungsdauer konnte man die Teilhypothese 1.2b bestätigen: Versuchspersonen, die durch Freihandskizzieren entwarfen, benötigten hochsignifikant weniger Zeit zur
Bearbeitung der Problemstellung als im Umgang mit CAD ausgebildete Probanden, die rechnergestützt entwarfen.
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