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Wartberg die Firma Austroplast begonnen hat. Die hatten keinen Werkzeugbau – die
sind dann zu mir gekommen und haben mich gefragt, ob ich für die Extrusion/Fensterprofile die Werkzeuge bauen kann. Die mittlerweile im Bezirk Kirchdorf
durch die Firmen Greiner, Technoplast zur Weltmarktführerschaft aufgestiegen ist.
Wir waren die ersten bei der Firma Haidlmair, die diese Extrusionswerkzeuge gebaut
haben.
Hu: Wissen Sie cirka, wann diese Werkzeuge gebaut wurden?
Ha: Das war schon 1980. Dort ist der nächste Meilenstein gekommen – ein Mitarbeiter der Austroplast hat einen Techniker gehabt, der lange Zeit in Schweden war. Der
hat dann gesagt: „Herr Haidlmair, da gibt es ganz eine moderne Maschine – das ist
eine Erodiermaschine.“ Wir haben es damals als erste Firma in Oberösterreich gewagt so eine Maschine zu kaufen. Das sind japanische CNC-Maschinen von der Firma Fanuk vom Typ Tape Cut Model I gewesen – wir haben die Maschine bekommen
und haben Tag und Nacht geschnitten. Im ersten Jahr schnitten wir ohne Rüstzeit
7.600 Stunden. Die Japaner waren damals führend in diesem Bereich. Bis 1984 hatten wir sieben Maschinen, und die haben wir heute noch. 1981 haben wir dann mit
Spritzgusswerkzeugen begonnen. Wir haben für die VOEST, die Steyr-Werke und
die Firma Actual geschnitten, und wir haben sie auch für unsere Profilwerkzeuge für
die Firma Austroplast benötigt. Wir haben damals auch für die Firma Miba geschnitten, und erst Jahre später sind die ersten Maschinen nach Oberösterreich gekommen – wir waren von 1980 bis 1984 mit diesen Drahterodiermaschinen ziemlich alleine. Ständig sind dann neue Leute eingestellt worden. 1984 haben wir uns dann auch
den ersten Computer gekauft. Cirka 1986 ging dann auch der Druckguss los, wobei
das immer nur wenig war. Der größte Kunde war da immer die Unitech. Das war ein
Philipps mit 164 K, der hat ein Vermögen gekostet. Das waren 300.000 Schilling. Bei
CAD waren wir auch sehr früh, die erste CAD-CAM Anlage haben wir 1985 von der
VOEST gekauft. Cirka 1986 ging dann auch der Druckguss los, wobei das immer nur
wenig war. Der größte Kunde war da immer die Unitech. 1985 war auch ein großes
Jahr, da haben wir die Lehrwerkstatt eröffnet. Von den 205 Mitarbeitern und 180
Fachkräften, die heute im Betrieb sind, wurden 160 selber ausgebildet. Wenn man
eine hohe Fertigungstiefe wie im Werkzeugbau hat, ist gutes Fachpersonal ein Muss.
Selbst ausgebildete Mitarbeiter, die dir bleiben, sind aber ein Riesenvorteil, weil du
sie von Beginn an auf den Betrieb abstimmen kannst. Die Lehrlinge machten dann
später auch kleinere Dinge von Aufträgen. Zum Beispiel kleine Stanzwerkzeuge,
Kühlblöcke, Drehteile oder Transportsicherungen. 1985 ist außerdem die Martina
Prielinger gekommen, eine sehr nette Dame, die die Buchhaltung gemacht hat. Auch
während ihrer Kinderzeiten hat sie das gemacht.
Hu: Wie lange lief die Landmaschinenproduktion dann noch?
Ha: Bis cirka 1990, da haben wir dann die letzten Geräte hergestellt.
Hu: Herr Hitzl ist praktisch der kaufmännische Leiter/Prokurist?
Ha: Er ist Prokurist und kaufmännischer Leiter und er leitet nicht nur Haidlmair, sondern alle Betriebe.
Hu: Herr Hitzl ist seit 12 Jahren hier?
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