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Transcript
Durch ein kurzes Gespräch konnte Sabine dazu motiviert werden, sich wieder dem Informationsangebot zuzuwenden. Wichtig war für sie zu hören, dass die enthaltenen Informationen primär für die Gruppenarbeit notwendig sind und jederzeit nachgeschlagen werden können. So musste sie daran erinnert werden, dass die Inhalte der Klausur auf den Ergebnissen der Gruppenarbeit - ersichtlich an der Verschriftlichung - beruhen, und nicht einfach dem Lernmodul entnommen werden. 5.4.5.3 Vermittlung notwendiger Grundlagen der Regelungstechnik Es fiel auf, dass alle Schüler der einzelnen Gruppen die kurzen Texte dieses Informationsteils wesentlich aufmerksamer lasen. Dies manifestiert sich auch in der hohen Verweilzeit bei den entsprechenden Hyperkarten. Seinen Grund hat dies offenbar bei den Erfahrungen, die die Schüler bei der Bearbeitung der Leitfragen zum Teilgebiet Elektrotechnik gemacht haben. Bei der Diskussion der Gruppenmitglieder untereinander über die Informationen auf der Hyperkarte hörte man wörtlich den Satz: „Guck mal, das kommt bestimmt gleich als Frage!“. Die Schüler haben dort offenbar schon aus der Betonung innerhalb des Textes wahrgenommen, welche Passagen besonders relevant sind. Die Schüler gingen sehr effizient und engagiert an die Bearbeitung des Fragenkataloges. Auch hier wurden aber die längeren Texte offenbar nicht zu Ende gelesen; bei der Gruppe „Platoon“ resultierte dies in zwei Fehlern bei der Bearbeitung des Lernmoduls. Nachdem die Hilfe des Lehrers angefordert wurde, stellte sich die Vorkenntnis von Patricia als „Fehlerquelle“ heraus: aus dem Biologieunterricht kannte sie bereits den Begriff des Sollwertes. Im Verlauf der Unterrichtsreihe soll jedoch der Begriff der - zeitlich änderbaren - Führungsgröße gebraucht werden, da bei den praktischen Versuchen verschiedene Sollwerte über Schieberegler vorgegeben werden können. Das Lernmodul hatte schon von sich aus den Hinweis gegeben, den längeren Text der entsprechenden Informationskarte nochmals genau zu lesen. Dieser Hinweis wurde nachdrücklich verstärkt. Die Schüler glaubten dem Lehrer offenbar mehr als dem Lernprogramm alleine, und machten sich mit sichtbarem Ehrgeiz daran, anhand des Textes die Leitfragen noch einmal zu bearbeiten. Als sie danach tatsächlich 100 % der Punktzahl erreichten, gaben sie sich zufrieden. Bei der Darstellung der Reglertypen hatte eine Gruppe Schwierigkeiten zu erkennen, welches der übereinanderstehenden Koordinatensysteme die Regelabweichung und welches die Reaktion des Reglers darstellte. Bei etwas genauerem Hinsehen wäre die Frage überflüssig gewesen, da dies auf der Informationskarte beschriftet war. Das einzige Verständnisproblem im Zusammenhang mit P-Reglern trat bei Sabine auf, die nicht verstehen konnte, warum die Regelabweichung negativ und die Reaktion des Reglers dementsprechend entgegenläufig ist. Hier war kein Eingriff von Lehrerseite notwendig, Patrick und Thomas konnten nach kurzem Studium der Information direkt eine fundierte Erläuterung mit einem anderen Beispiel bringen: „Stell dir vor, du wolltest einen Herd auf einer bestimmten Temperatur halten - wenn er zuviel Temperatur hat, muss er weniger Strom kriegen, richtig?“ 261