Download Oktober
Transcript
wendung nicht aufgeben wollen“. Im Mittelpunkt des Interesses von Herstellern und Verbrauchern werden aber Digitalkameras stehen. Immer leistungsfähiger, immer innovativer, immer kompakter, immer design-orientierter, das sind die Kennzeichen der aktuellen Gerätegeneration. Für den Amateurbereich gilt: Der Trend zu einer immer höheren Auflösung ist im Bereich der Digitalkameras für den ambitionierten Hobbyfotografen noch immer ungebrochen. Die aktuellen Modelle in dieser Kategorie sind standardmäßig bereits mit acht Megapixel-Sensoren bestückt. Geräte dieser Klasse können aber noch mehr als nur Fotos aufnehmen. Genauso wie digitale Camcorder heute schon Fotos in einer Qualität speichern können, die für Drucke im Postkartenformat ausreicht, geht der Trend bei den digitalen Fotoapparaten dazu, immer längere Videosequenzen in immer besserer Qualität (und mit Ton) aufzeichnen zu können. Etwas im Verborgenen spielen sich die – umso signifikanteren – Verbesserungen der Bildverarbeitungssoftware in den Kameras ab, eine notwendige Folge der hohen Leistung der Aufnahmechips, die entsprechend schnell und sauber ausgelesen werden müssen. Die Kameras unterstützen den Fotografen durch immer raffiniertere interne Bildverbesserungsprogramme, die beispielsweise Pixelfehler durch Staubpartikel auf dem Chip automatisch entfernen. Im gleichen Maße, in dem sich die Zahl der Bildpunkte auf den Sensoren erhöht, steigt auch der Anspruch der Anwender an die Optiken der Geräte. Insbesondere Kameras mit starken Zoomobjektiven sind groß im kommen. Kameras mit Zehnfach-Zoom oder noch größeren Brennweiten sind derzeit keine Seltenheit mehr. In der digitalen Einsteigerklasse gehören Geräte mit einer Auflösung von drei Millionen Pixeln zum Standard. Es wird interessant sein zu beobachten, wie weit diese Geräteklasse in Zukunft durch Fotohandys mit entsprechender Leistung ergänzt wird. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß dies in naher Zukunft geschehen wird: Präsentations- und Displaytechnologie Die Präsentations- und Displaytechnologie wartet mit immer größerer Perfektion auf. Die Werte für Helligkeit, Auflösung, Kontrast und Betrachtungswinkel werden ständig weiterentwickelt und verbessert. Technische Entwicklungen zur Bildver- und -bearbeitung sorgen für immer schärfere, hellere und kontrastreichere Wiedergabebilder, die zunehmend auch von seitlichen Standorten hervorragend betrachtet werden können. Die meisten Geräte sind auch bereits für hochauflösende Standards (HDTV) geeignet. Strebt man hier nach hohen Werten, so ist Minimalismus bei anderen Parametern gefragt: Bildstörungen und Betriebsgeräusche werden ständig verringert. Fortschritte gibt es auch bei Lebensdauer und Helligkeit der Lampen, die erneut erhöht werden konnten. Bei den Plasma- und LCD-Panels sind Regionen erreicht, von denen man bis vor kurzem kaum zu träumen gewagt hatte. Erste Modelle mit 80 Zoll-Bild bei den Plasma-Displays und 57 Zoll bei LCD wurden bereits vorgestellt. Weitere Steigerungen der Bildgröße sind zu erwarten. Neue Generationen überzeugen hier neben der geringen Bautiefe mit exzellentem Design, erhöhtem Bedienungskomfort sowie scharfer und kontrastreicher Bildwiedergabe. Innerhalb kürzester Zeit Während in Europa gerade die ersten Megapixelhandys auf dem Markt sind, können Verbraucher in Asien bereits mit Mobiltelefonen mit integrierter Zwei- oder DreiMegapixelkamera fotografieren. Die digitale Mittelklasse bietet dem Nutzer zur Zeit Geräte mit einer Auflösung zwischen drei und fünf Millionen Pixel. Diese Digitalkameras unterscheiden sich voneinander vor allem durch unterschied- Projektoren für Videobilder und Computerpräsentationen Projektoren für Videobilder und Computerpräsentationen verzeichneten im Vorjahr ein rasantes Marktwachstum. In Deutschland erhöhte sich der Absatz dieser Geräte um mehr als 200 Prozent gegenüber 2002 auf zirka 40.000 Stück. Kompakt, leistungsstark, leichtgewichtig und design-orientiert, haben sich die ehemals unhandlichen „Kisten“ zu mobilen, eleganten Projektoren gemausert, deren Oberfläche meist nicht größer als ein DIN-A-4–Blatt ist. Die angebotenen Signale erkennt der Projektor meist automatisch und stellt sich optimal darauf ein. „Plug &Play“ ist hier das Stichwort. Rein digitale Schnittstellen (DVI) sorgen bei einigen Modellen für die direkte Anbindung ohne Qualitätsverlust. Eingebaute Slots für Speichermedien machen die flexiblen Alleskönner sogar unabhängig von PCs oder Notebooks als Zuspieler. Die Daten werden so direkt vom Projektor verarbeitet. Bei der Projektion schreiten die Technologien DLP und ILA dank ihrer überzeugenden Daten weiter voran. Enorme Leuchtkraft, leistungsfähige und ausgefeilte Technik bei immer geringeren Preisen, so läßt sich der Trend treffend beschreiben. Herzstück der DLP-(Digital Light Processing-)Techno- 4 10/2004 logie ist der DMD (Digital Mirror Device). Auf diesem etwa Daumennagel großen Chip kommen Millionen bewegter Mikrospiegel zum Einsatz. Jeder Spiegel entspricht einem Bildpunkt. Je nach Konfiguration sind die Geräte mit einem, zwei oder drei Chips (einer für jede Grundfarbe) bestückt. Mit starken Lichtleistungen meistern diese Projektoren spielend große Bilder ohne Pixelstruktur. Das Angebot wird dabei immer vielfältiger. Auch die ILA-(Image Light Amplifier-)Technik und die Variante D-ILA (Direct Driven ILA) wurden weiterentwickelt. Die Produktfamilie der LichtventilModelle wächst ebenfalls und bietet je nach gewünschtem Anwendungsfeld passende Varianten. Ein besonderer Vorzug der ILA-Projektion zeigt sich in Bildern ohne jegliche Pixelstruktur. Eine noch recht junge Technologie schickt sich inzwischen an, den Markt zu erobern: LCoS. LCoS steht für Liquid Crystal On Silicon, frei übersetzt also Flüssigkristalle auf Halbleitermaterial. Diese LCDs spiegeln bzw. reflektieren das Licht für die Projektion. Auch die LCoS-Technik zaubert Bilder praktisch ohne Pixelstruktur. Ebenfalls Zukunftsmusik ist der Einsatz von Lasern in der Projektionstechnik. verdrängten die LCDs und Plasmaschirme ihre klobigen Artgenossen, die Monitore mit Röhrentechnik. Auch der Heimkino-Markt spielt dabei eine immer größere Rolle, da die Geräte immer mehr in Preisklassen angeboten werden, die für private Anwendungen realistisch sind. Die Marktzahlen sprechen für sich: 2003 wurden in Deutschland bereits 50.000 Plasma-Displays verkauft. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 200 Prozent im Vergleich zu 2002. Weltweit rechnen Marktforscher mit dem Absatz von 3,5 Millionen Plasma-Displays in diesem Jahr. 2005 sollen es bereits 7,2 Millionen Stück sein und 2006 über zehn Millionen. Mit mehr als 410 Prozent Steigerung fällt der Erfolg der LC-Displays in Deutschland ebenfalls sehr eindrucksvoll aus: 2003 wurden rund 180.000 LC-Displays verkauft. Ein Blick in die Zukunft läßt eine weitere neue Display-Generation erwarten: OLED. Hierbei handelt es sich um organische Leuchtdioden (Organic Light Emitting Diode). Spezielle Polymere sorgen bei dieser Technologie zwischen zwei transparenten Elektroden für das benötigte Licht. Die Schirme auf Basis dieser neuen Technologie können sogar aufgerollt werden. Kleine Displays, zum Beispiel für Mobiltelefone, stehen kurz vor der Serienproduktion. liche Brennweitenbereiche, ihre Größe und das Design. Größere und brillantere Displays gehören ebenfalls zu den innovativen Features in dieser Klasse. Ebenso wie die Forderung nach besseren Objektiven ist der Ruf der Fotografen nach einer immer kürzeren Auslöseverzögerung der Kameras in allen Segmenten immer lauter geworden. Und die Hersteller haben reagiert. In nahezu allen Preisklassen gibt es Geräte, die nach einer sehr kurzen Einschaltzeit einsatzbereit sind und mit einer geringen Auslöseverzögerung glänzen. Ergänzt wird dieser Trend durch immer schnellere Speicherkarten, die den Anforderungen der neuen Kameras an die Geschwindigkeit auch bei der Bildspeicherung gerecht werden. Kameras mit einer Auflösung von bis zu acht Millionen Pixeln, einer guten Optik mit angemessenem Zoombereich gehören zu den in jeder Weise komplett ausgestatteten All-in-one-Modellen, bei denen kaum ein Fotografenwunsch offen bleibt – bis auf das Wechseln der Objektive. Das wiederum ist traditionell eines der Hauptargumente für Spiegelreflexkameras – auch und gerade im digitalen Zeitalter. Seit geraumer Zeit auf dem Markt, haben sich die digitalen SLR-Modelle von teuren Spezialgeräten für Profis zu erschwinglichen Massenprodukten entwickelt, deren Zuwachsraten zur Zeit überproportional hoch sind. In diesem Jahr sollen allein europaweit mehr als 800.000 digitale SLR-Kameras verkauft werden. Gab es in diesem Bereich bislang nur wenige Hersteller, die im unteren Preissegment der SLR-Kameras Produkte anboten, so werden noch vor Ende des Jahres nahezu alle Hersteller entsprechende Geräte im Programm haben. Diese digitalen, semiprofessionellen Spiegelreflexkameras sind nicht nur für Fotografen erste Wahl, die mehr als Schnappschüsse machen wollen, sondern diese Klasse bedeutet auch für den Fotohandel große Potentiale für weiteren Zubehörverkauf und zusätzliche Dienstleistungen. Damit setzt sich vor allem ein Trend weiter fort: Die digitalen Kameras werden auch in den nächsten Monaten und Jahren die „Wirbelsäule“ des Foto- und Imagingmarktes bilden. Mobile Imaging Urlaubsgrüße per Postkarte werden wohl bald der Vergangenheit angehören. Die Verbreitung von Mobiltelefonen mit integrierter Kamerafunktion ermöglicht den Anwendern heutzutage eine direkte Bildkommunikation ohne jede Zeitverzögerung. Das soeben Erlebte kann über die Telefonnetze als Bild-Kurznachricht direkt an Freunde und Bekannte in aller Welt verschickt werden. Die Einführung des Multimedia Messaging Systems (MMS) vor einigen Jahren und die seit kurzem erhältlichen UMTS-Handys ermöglichen es, auch größere Datenmengen ohne Probleme in kürzester Zeit von einem Punkt der Welt zum anderen zu senden. Handys mit Kamerafunktion gehören deshalb