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GRIESWELLE interpretiert Sport dementsprechend: „Sport meint alle Tätigkeiten, die vorwiegend körperliche Bewegungen (motorische Aktivitäten) sind; die zielgerichtet nach körperlicher Leistung streben, d.h. auf bestimmte Gütestandards bezogen sind; bei denen die Beherrschung der leiblichen Motorik ausdrücklich thematisiert und zu einer Fertigkeit gemacht wird, die man lernen und einüben kann; die kein Produkt (Wert) im engeren Sinne (im Rahmen von Gewerben, Kunst, Wissenschaft usw.) fertigen und von hier her gesteuert werden und ihren Sinn erfahren; die in einer Sportart , also nach spezifischen, sozial definierten Mustern stattfinden.“ HÄGELE differenziert Sport in einem Dreiebenen Modell - der „innere Horizont― (Bedeutungskern des Sports) ist auch der „authentische― Sport, verbunden mit sporttypischen Erfahrungen („sich erleben vom Leibe her―; motorische Aktivität; Leistungserlebnisse; soziale Erfahrungen wie Fairness, Solidarität u.a.) - der „äußere Horizont― Spannungsverhältnis (mit zwischen affizierte Sinnwelten) sportlicher und betrifft das nicht-sportlicher Sinnelemente, wie Auftreten von sekundären/tertiären Interessen, die zur Entfremdung des innersportlichen Ideals führen können; - der nicht-sportliche Grenzbereich, in dem es durch die Dominanz von nichtsportlichen Interessen zur umfassenden Instrumentalisierung und Funktionalisierung (Sport als Ware) kommt. Selbst in der sportwissenschaftlichen Literatur wird der Begriff ebenso vielfältig interpretiert wie er betrieben wird. Die Definition wird meist unter folgenden Aspekten vollzogen: - zweckfreies Tun, Abreaktion überschüssiger Energien, Funktionslust/Bewegungstrieb, körperliche Vervollkommnung, Schönheit der Bewegung, Medium des Existenzerlebens, Gesellungsbedürfnis, rituelle Ersatzbefriedigung, Emanzipation u.a.m. kollektive Identifikation, Mittel gesellschaftlicher