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98 3. Evaluierung von Dokumenten- und Content-Management-Systemen Der Bereich Workflow/BPM ist bei allen Systemen auf einfache und kurze dokumentorientierte Workflows innerhalb der Systeme beschränkt. Die zugrunde liegenden Konzepte und Funktionen unterscheiden sich hierbei sehr stark. Die Funktionen sind, teilweise deutlich erkennbar, nicht ausgereift, um sie unternehmensweit einsetzen zu können. Als Beispiel ist hier DocuWare zu nennen, bei dem Zusammenhänge einzelner Prozessschritte, durch den Ansatz Workflows über Stempel zu realisieren, nicht ersichtlich werden. Bei EEX ist die inkonsistente Bereitstellung von Workflow-Funktionen zu nennen. So können Adhoc-Workflows nur über einen der angebotenen Clients genutzt werden. Production-Workflows stehen nur über den Browser und das ELC zur Verfügung. Außerdem kommen hierfür verschiedene Workflow-Engines zum Einsatz. ELO stellt hierzu einen ausgereiften graphischen Prozessmodellierungseditor bereit, mit dem auch etwas größere und komplexere Workflows realisiert werden können. Bei Alfresco und MOSS sind Workflows außerhalb der wenigen mitgelieferten Vorlagen i. d. R. mit Programmieraufwand verbunden, was meist zu aufwendigen und fehlerträchtigen Prozessen führt, die nur schwer handhab- und wartbar sind. Den Bereich BPM hingegen kann keines der untersuchten Systeme zufriedenstellend umsetzen, da bei keinem der Systeme umfangreiche Prozesse ohne weiteres realisiert werden können. Die Integration von Anwendungen zur Ausführung von Aktivitäten ist nicht vorgesehen. Der Bereich Store ist bei den DMS sehr eng in die DM- und Archivierungskomponenten eingebunden. Bei den CMS sind sie eher als Dienste vorhanden, die die ManageKomponenten für DM und WCM nutzen. Bei den DMS lassen sich darüber hinaus weitere Speichersysteme wie Bandlaufwerke integrieren. Bei Alfresco steht hierbei nur die relationale Datenbank und das Dateisystem zur Speicherung zur Verfügung. MOSS beschränkt sich komplett auf die Speicherung in einer relationalen Datenbank für alle Inhalte. Der Bereich Preserve wird wie weiter oben erwähnt von Alfresco und MOSS bisher kaum oder überhaupt nicht adressiert. Beide Anbieter setzen in diesem Bereich auf Drittanbieter, die sich in deren Repositories einklinken und die Daten in Archive extrahieren. Bei ELO gestaltet sich die Archivierung derart, dass neben den verwalteten Dokumenten noch eine Reihe von ERP-Systemen angebunden werden können. Eine detaillierte Unterscheidung nach Inhalten, verschiedenen Speichermedien oder HSMFunktionen sind hier nicht oder nur sehr rudimentär vorhanden. DocuWare und EASY gehen hier einen Schritt weiter und erlauben detaillierte Zuordnungen zu verschiedenen Archivmedien. Außerdem wird eine physische Trennung der Inhalte bei der Archivierung ermöglicht. Bei EASY sind die Funktionen in diesem Bereich am umfangreichsten, da die Archivierung über mehrere Abstraktionsebenen in logische und verschiedene physische Speichermedien erfolgen kann. Weitergehend werden automatisierte Migrationen auf andere Speichermedien und Archivgeräte im Hintergrund unterstützt.