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2 Gegenwärtiger Stand
2 Gegenwärtiger Stand
2.1 Interaktives Fernsehen
2.1.1
Historie des interaktiven Fernsehens
2.1.1.1 Begriffsdefinition
Der Begriff „Interaktives Fernsehen“, im folgenden auch als ITV bezeichnet, wird
in der Literatur verschieden definiert: Allgemein bezieht sich ITV auf alle
Fernsehinhalte, welche von den NutzerInnen durch Interaktionen manipuliert
werden können [5]. Katz hebt zusätzlich hervor, dass durch interaktives
Fernsehen Nutzereingaben direkte Auswirkungen auf das Geschehen am
Bildschirm haben [6]. Gawlinski beschreibt ITV außerdem als einen Dialog
zwischen den NutzerInnen und den Produzenten von Fernsehkanälen,
Programmen oder Services [7].
Im Folgenden wird interaktives Fernsehen in uni- und bidirektionale Interaktivität
unterteilt.
2.1.1.2 Unidirektionale Interaktivität
Fernsehen ist ein Broadcast-Medium und entsprechend ist es unidirektional an
die NutzerInnen gerichtet. Dabei strahlt der Sender einen Broadcast an viele
Empfänger aus (One-To-Many-Beziehung). Diese können nur sehr eingeschränkt
Input an den Sender zurücksenden. Interaktivität konnte daher zunächst
technisch nur auf Nutzer-Ebene (Client) erfolgen [7]:
Katz definiert den Ursprung des interaktiven Fernsehens mit der Erfindung der
ersten Fernbedienung für Fernsehgeräte im Jahr 1950 [8]. UserInnen konnten
dadurch bequem zwischen den Kanälen wechseln und Werbepausen
überbrücken. Die Interaktion erfolgte durch das Drücken von haptischen Tasten,
ein unmittelbares Feedback folgte durch das Fernsehgerät. Programmwechsel
sowie die Lautstärkeregelung wurde mit jeweils einer Plus und Minus Taste
manipuliert. 1971 brachte die Markteinführung der Videokassette (VCR) und dem
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