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KURZMELDUNGEN
MANAGEMENT
Raumplanung und Pferd
Die parlamentarische Initiative von
Christoph Darbellay (CVP, VS) gilt
bei den eidgenössischen Räten seit
dem 22. März 2013 als erledigt. Die
Initiative stammt aus dem Jahr
2004. Zwar gilt die Pferdezucht in
der Landwirtschaftszone grundsätzlich als zonenkonform. Andere Pferdehaltungen – namentlich die Hal-
tung von Pensionspferden – sind
aber nur beschränkt zonenkonform.
Dies soll sich ändern: Neu wird nicht
mehr zwischen der Haltung eigener
und fremder Pferde unterschieden.
Bauern könnten damit Stallungen
und Weiden für betriebsfremde
Pferde zur Verfügung stellen. Dies
sei im Unterschied zur Pferdezucht
eine gewinnbringende Tätigkeit,
schrieb die vorberatende Kommission im Bericht zur Vorlage. Reithallen oder Springgärten wären in der
Landwirtschaftszone auch künftig in
der Regel nicht zugelassen. Neu
dürften Landwirte jedoch befestigte
Plätze für eigene oder fremde Pferde
einrichten. Erlauben will das Parlament dies allerdings nur bestehenden Landwirtschaftsbetrieben. Diese müssten zudem über genügend
Weideland und Futter vom eigenen
Hof verfügen.
Bekannt ist, dass in der parlamentarischen Initiative die Beurteilungen und Möglichkeiten bezüglich
der Pferdezucht strenger werden,
dies zu Gunsten der Pensionspferdehaltung. Oft verweigern die Baubewilligungsbehörden den Pferdezüchtern aufgrund der meist
fehlenden Wirtschaftlichkeit die
Baubewilligung und nur mit Pferdepension erhält man keine Baubewilligung für einen Sandplatz (Ausnahme: Kantone AG und ZH).
Nun gilt es, durch den Bundesrat
die Raumplanungsverordnung anzupassen und die beiden Rechtsgrundlagen in Kraft zu setzen. Der
Zeitpunkt ist noch offen. Rechtlich
anwendbar dürfte das neue Recht
aber erst im 2014 werden.
Hansueli Schaub, Schweizerischer
Bauernverband Treuhand und Schätzungen, Laurstrasse 10, 5201 Brugg
Prämienverbilligung
macht. Ebenfalls
steigern konnte
man die Verkäufe
der GVS LANDI AG
mit LANDI-Läden in Beringen und in
Herblingen und dem Agrar-Handel.
Im Weingeschäft (GVS Schachenmann AG) spürte man den rückläufigen Weinkonsum. Die Bilanz des
GVS weist per Ende 2012 eine um 8
Mio. Fr. höhere Bilanzsumme (total
121 Mio. Fr.) auf. Verbessert hat sich
die Eigenkapitalbasis, die nun gute
31.1 % der Bilanzsumme ausmacht.
Nach 34 Jahren im Vorstand, davon
16 Jahre als Präsident, wurde Kurt
Müller durch Hanspeter Kern an der
GVS-Spitze ersetzt.
trieb und Anzahl Hochstammbäumen. Maximal konnten 45 Liter reiner Alkohol steuerfrei gebrannt werden. Neu sollen sämtliche
Spirituosen aus Eigengewächsen,
auch für den Eigengebrauch, finanziell belastet werden. Damit wäre
mit einer Steuer von rund 20
Fr. je Liter reinem Alkohol
zu rechnen,
was die Landwirtschaft mit
4 Mio. Fr. pro
Jahr belasten
würde. Der schweizerische Bauernverband wehrt sich gegen die Abschaffung der bisherigen Steuerbefreiung.
www.sbv-usp.ch
In der Schweiz profitieren 2.5 Millionen Personen von einer Verbilligung der Krankenkassenprämien.
Jeder Dritte in unserem Land lebt also in bescheidenen wirtschaftlichen
Verhältnissen! Ein hoher Anteil, der
Fragen offen lässt, denn viele Bauern ziehen trotz niedrigem Einkommen den Kürzeren. Sie investieren
Geld in ihren Betrieb oder bezahlen
Hypotheken ab, wodurch sich ihr
steuerbares Vermögen erhöht. Und
dieses Vermögen ist in einigen Kantonen ein wichtiges Kriterium, weshalb Bauern zu Unrecht keine Prämienverbilligung erhalten.
Damian Keller,
Geschäftsführer Agrisano
GVS mit markantem
Wachstum
Der Umsatz des Genossenschaftsverbands Schaffhausen (GVS) stieg
2012 um 11.9 % auf 217 Mio. Fr. Zu
dieser Steigerung hat das in der
Tochterfirma GVS-Agrar konzentrierte Landmaschinengeschäft beigetragen, das mit 112 Mio. Fr. mehr
als die Hälfte des Umsatzes ausUFA-REVUE · 5 2013
Steuerbefreiung
auf der Kippe
Die einheimischen Landwirtschaftsbetriebe konnten bislang bei der
Herstellung von Spirituosen aus Eigengewächsen für den Eigenbedarf
von einer Steuerbefreiung profitieren. Diese Steuerbefreiung wurde
gewährt nach Anzahl Hektaren
landwirtschaftlicher Nutzfläche, erwachsenen Personen auf dem Be-
Wettbewerb
ist lanciert
Innovative Bäuerinnen und Bauern
können am 5. Schweizer-Wettbewerb der Regionalprodukte Gold-,
Silber- und Bronzemedaillen gewinnen. Der Anmeldeschluss ist am 28.
Juni 2013. Anmeldeformulare sind auf
www.concours-terroir.ch zu finden. Auf
dieser Website kann man sich auch
für einen Marktstand anmelden. Das
ist eine Chance für bäuerliche Produzenten, ihre Spezialitäten zu
präsentieren und von einer kulinarischen Fachjury beurteilen zu lassen.
Die Degustationen finden im
Rahmen des Regionalproduktewettbwerbs am 28. und 29. September 2013 in der Fondation Rurale Interjurasienne Courtemelon,
Courtételle (JU) statt. Die Organisatoren rechnen an diesem Wochenende mit über 25 000 Besuchern. Es
wird einiges geboten: zum Beispiel
attraktive Marktstände mit Regionalpordukten aus der ganzen
Schweiz. Dann aber auch Geschmacksworkshop mit einem Spitzenkoch und dem Bäuerinnen- und
Landfrauenverband. Lanciert wird
der Wettbewerb von (Bild) Josef Zisyadis (Präsident Semaine suisse du
goût), Georges Wenger (Spitzengastronom), Joseph Parrenin (Regionalrat Franche-Comté), Luc Bartassat
(Präsident Pays romand - Pays gourmand), Francis Egger (Schweizerischer Bauernverband) und Phillippe
Vuillemin, (Präsident der Delegation
Relais & Châteaux Suisse, Lichtenstein). www.concours-terroir.ch
Internetseite Agrarpolitik
Auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite stellt die Agridea
Nützliches und Wissenswertes rund
um die Agrarpolitik 2014-2017 zur
Verfügung. Die Website beinhaltet
auch einen Beitragsrechner.
www.focus-AP-PA.ch
Tagesaktuelle Neuigkeiten
www.ufarevue.ch
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