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6.2 Ausblick voll, parallel zum Request Broker einen Prozeß einzuführen, der kontinuierlich Daten überträgt und dabei automatisch die in einem Ringpuffer organisierten Datenströme verteilt. Selbstverständlich wird auch die bestehende Implementierung auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht werden. Der Nachteil der Datenbank-orientierten Datenverwaltung gegenüber den Standardsystemen soll minimiert werden; wesentlich dabei ist, daß die Vorteile in vollem Umfang erhalten bleiben müssen. Die Implementierung ist von Beginn an auf größtmögliche Portabilität ausgelegt worden und läuft bereits auf allen wesentlichen Unix-Plattformen. Eine weitere Portierung auf nicht-Unix-Plattformen wird einige Anpassungen erforderlich machen. Die bisher durchgeführten Entwicklungen haben ihren Ursprung im Bereich des Supercomputing und der verteilten Visualisierung. Das Konzept ist jedoch nicht auf Visualisierung beschränkt, sondern kann vielmehr als generelles Werkzeug zur Verteilung von Aufgaben auf mehrere Rechner dienen (die Art diese Aufgaben ist im wesentlichen bestimmt durch einen nicht zu hohen Grad der Granularität). Dabei kann aufgrund der COVISE-Gesamtarchitektur immer gleich kollaborativ gearbeitet werden. Bei dieser Ausdehnung des Anwendungsbereiches wird jedoch darauf geachtet werden, nicht mit Standards wie CORBA oder Anwendungen wie AVS/Express in Konkurrenz zu treten, sondern vielmehr mit ihnen zusammenzuarbeiten, wo es sinnvoll ist und sie zu ergänzen, wo die Stärken der hier realisierten Datenbank-orientierten Datenverwaltung (wie z.B. schnelle Verfügbarkeit auch auf exotischen Rechnern wie der Cray T3E oder der NEC SX4 sowie die effiziente Ausnutzung dieser teuren Rechner) zum Tragen kommen. Auch die Integration mit echten relationalen oder objekt-orientierten Datenbanken ist bislang noch nicht weiter verfolgt worden. Hierbei ergeben sich interessante Kombinationsmöglichkeiten mit lokalen oder ebenfalls verteilten Datenbanken und der Unterstützung von Visualisierungsfunktionalität sowohl für die Visualisierung von Daten in den Datenbanken als auch der Strukturen dieser Datenbanken. Die Leistungsfähigkeit des hier präsentierten Ansatzes ist sicher noch nicht ausgeschöpft, so daß sich ein großes Feld an weiteren Aufgaben finden läßt, die von diesem Ansatz profitieren können. Wesentlich ist dabei, daß das inhärent Datenverwaltungs-orientierte Konzept es sehr leicht macht, mit Datenbanken und ihrer Funktionalität zusammenzuarbeiten und dabei auch die enge Integration mit der Anwendung unterstützt. Seite 93