Download Dissertation Entwicklung eines neuartigen Speichers
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84 3. VESTA Signalabgabe entsprechend dem Cycle Status Bit Beschreibung D0 Aktivierung des Cycle D1 Sendet Signal für Magnet 1 nach T1i D2 Sendet Signal für Magnet 2 nach T2i D3 Sendet “Detector enable” Signal nach TMi Ziel dieser Aufteilung ist eine hohe Flexibilität in der Wahl der Zeiten und ihrer über die Time Clock-Frequenz definierte Genauigkeit. Modus 4 eignet sich beispielsweise für lange Speicherzeiten mit hoher zeitlicher Genauigkeit. T11 kann für das Pulsen des ersten Magneten und somit das Befüllen des Speichers verwendet werden (Status Cycle-1 = ’00011’ = 3). Die Speicherzeit T21+T12+T22+T13+T23 kann durch unterschiedliche Wahl der Timer-Frequenzen flexibel zusammengesetzt werden (Status Cycle-2 = ’00001’ = 1). Durch Setzen des Status des Cycle-3 auf 5 (’00101’) wird nach dem Ende von T23 der zweite Magnet ausgelöst und somit der Speicher wieder entleert. Modus 1 kann beispielsweise für die später beschriebene Mehrfach-Puls Speicherung verwendet werden. Hierbei kann mit jedem Cycle ein eigener Neutronenpuls gespeichert werden. Somit können pro Einschub die notwendigen Signale zur Speicherung von bis zu drei Pulsen generiert werden. Werden zwei Einschübe im sogenannten Group-Mode verwendet, erhöht sich die Anzahl der möglichen Pulse auf Sechs. Richtlinien und Anweisungen zum Erstellen eines Parameterfiles VCPxx.dat für das Steuerprogramm finden sich in [82] sowie in [37], ein Beispiel eines verwendeten Steuerfiles findet sich in Anhang B. Diese Art der Signalgenerierung ist flexibel genug um mit nur wenig Adaptionen auch im neuen Aufbau des Speicherexperiments verwendet werden zu können. Weitere Verbesserungen der Anlage gegenüber dem Prototypen Auch am Speicherexperiment selbst wurden von E. Jericha zahlreiche Verbesserungen durchgeführt. Die erste Computersimulation der Anlage wies als eine der Hauptursachen des Verlusts von Neutronen während des Speichervorganges die relativ großen Zwischenräume (32 mm) zwischen den Enden des Neutronenleiters und den Spiegelplatten des Speicherkristalls aus. Aus diesem Grund wurde ein neuer Neutronenleiter mit einer Länge von 1063 mm angefertigt, wodurch sich die Spaltbreite auf lediglich 0.5 mm pro Seite reduzierte. Auf Grund der engen Zwischenräume der Elektromagneten musste der neue Neutronenleiter an seinen Enden leicht abgefräst werden. Dies gehört noch heute zu den Merkmalen des verwendeten Neutronenleiters (siehe Abschnitt 4.1.2). Die zwei, nebeneinander angeordneten 3 He Zählrohre des Detektors wurden um ein weiteres zentral angeordnetes (baugleiches) Zählrohr ergänzt, wodurch sich die Effizienz des Detektors deutlich verbesserte (siehe Abschnitt 4.7). Änderungen wurden auch an den Rückschwungspulen sowie der Neutronenleiteraufhängung durchgeführt. Die zur Erzeugung des Vakuums verwendete Rotationspumpe wurde um eine Turbomolekular-Pumpe erweitert, nicht zuletzt um eine Verunreinigung des Speichersystems durch das Öl der Vorpumpe zu verhindern. Im weiteren wurde eine eigene Messkabine für die Steuerung des Experiments errichtet.