Download Dissertation Entwicklung eines neuartigen Speichers

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3. VESTA
Signalabgabe entsprechend dem Cycle Status
Bit Beschreibung
D0 Aktivierung des Cycle
D1 Sendet Signal für Magnet 1 nach T1i
D2 Sendet Signal für Magnet 2 nach T2i
D3 Sendet “Detector enable” Signal nach TMi
Ziel dieser Aufteilung ist eine hohe Flexibilität in der Wahl der Zeiten und ihrer über
die Time Clock-Frequenz definierte Genauigkeit. Modus 4 eignet sich beispielsweise für
lange Speicherzeiten mit hoher zeitlicher Genauigkeit. T11 kann für das Pulsen des ersten Magneten und somit das Befüllen des Speichers verwendet werden (Status Cycle-1
= ’00011’ = 3). Die Speicherzeit T21+T12+T22+T13+T23 kann durch unterschiedliche
Wahl der Timer-Frequenzen flexibel zusammengesetzt werden (Status Cycle-2 = ’00001’ =
1). Durch Setzen des Status des Cycle-3 auf 5 (’00101’) wird nach dem Ende von T23 der
zweite Magnet ausgelöst und somit der Speicher wieder entleert. Modus 1 kann beispielsweise für die später beschriebene Mehrfach-Puls Speicherung verwendet werden. Hierbei
kann mit jedem Cycle ein eigener Neutronenpuls gespeichert werden. Somit können pro
Einschub die notwendigen Signale zur Speicherung von bis zu drei Pulsen generiert werden.
Werden zwei Einschübe im sogenannten Group-Mode verwendet, erhöht sich die Anzahl
der möglichen Pulse auf Sechs. Richtlinien und Anweisungen zum Erstellen eines Parameterfiles VCPxx.dat für das Steuerprogramm finden sich in [82] sowie in [37], ein Beispiel
eines verwendeten Steuerfiles findet sich in Anhang B.
Diese Art der Signalgenerierung ist flexibel genug um mit nur wenig Adaptionen auch
im neuen Aufbau des Speicherexperiments verwendet werden zu können.
Weitere Verbesserungen der Anlage gegenüber dem Prototypen
Auch am Speicherexperiment selbst wurden von E. Jericha zahlreiche Verbesserungen
durchgeführt. Die erste Computersimulation der Anlage wies als eine der Hauptursachen
des Verlusts von Neutronen während des Speichervorganges die relativ großen Zwischenräume (32 mm) zwischen den Enden des Neutronenleiters und den Spiegelplatten des
Speicherkristalls aus. Aus diesem Grund wurde ein neuer Neutronenleiter mit einer Länge
von 1063 mm angefertigt, wodurch sich die Spaltbreite auf lediglich 0.5 mm pro Seite
reduzierte. Auf Grund der engen Zwischenräume der Elektromagneten musste der neue
Neutronenleiter an seinen Enden leicht abgefräst werden. Dies gehört noch heute zu den
Merkmalen des verwendeten Neutronenleiters (siehe Abschnitt 4.1.2).
Die zwei, nebeneinander angeordneten 3 He Zählrohre des Detektors wurden um ein
weiteres zentral angeordnetes (baugleiches) Zählrohr ergänzt, wodurch sich die Effizienz
des Detektors deutlich verbesserte (siehe Abschnitt 4.7). Änderungen wurden auch an den
Rückschwungspulen sowie der Neutronenleiteraufhängung durchgeführt. Die zur Erzeugung des Vakuums verwendete Rotationspumpe wurde um eine Turbomolekular-Pumpe
erweitert, nicht zuletzt um eine Verunreinigung des Speichersystems durch das Öl der Vorpumpe zu verhindern. Im weiteren wurde eine eigene Messkabine für die Steuerung des
Experiments errichtet.