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der pädiatrischen Psychoonkologie nicht dazu führen, die Bemühungen zu
unterlassen, sowohl lebensqualitätsbezogene Belastungen zu erfassen als auch
deren Veränderungen zu messen. Vielmehr ist die Einbindung in eine - nun schon
mehrfach geforderte - multimodale Therapiediagnostik erforderlich sowie deren
fachgerechte Durchführung durch Experten, die in der Lage sind,
entwicklungspsychologische Aspekte in der Psychotherapiediagnostik zu
berücksichtigen.
Abschließend verdeutlichen diese Vergleiche mit den zur Verfügung stehenden
Norm- und Referenzwerten die Nachhaltigkeit der psychosozialen Belastungen,
denen die Familien insgesamt ausgesetzt sind. Es deutet sich an, dass die
Rehabilitation nach der Krebserkrankung im jungen und mittleren Lebensalter
eine langwierige Aufgabe bleibt und u.U. eine Neudefinition von Lebenszielen und
Kriterien von Lebenszufriedenheit80 und -qualität erfordert, die über die - auch
zeitlich - begrenzten Möglichkeiten der ambulanten Nachsorge und Rehabilitation
u.U. weit hinausgehen. Wirkliche Kenntnis hierüber kann nur eine systematische
Katamnese liefern, die ihrerseits die Messung gesundheitsbezogener Lebensqualität bei Erkrankten und Angehörigen beinhaltet.
6.2.6.
Korrelate und Prädiktoren gesundheitsbezogener Lebensqualität
In der vorliegenden Arbeit wurde die Frage nach Korrelaten und Prädiktoren
gesundheitsbezogener Lebensqualität bei Kinder und Erwachsenen anhand von
Regressions- und Diskriminanzanalysen statistisch geprüft. Dabei konnten neben
den Lebensqualitätsinventaren die Fragebögen zum Gesundheitszustand sowie
eine Mehrzahl soziodemographischer Daten zur Analyse herangezogen werden,
die zuvor in umfangreichen Korrelationsanalysen geprüft wurden.
- zu Korrelaten und Prädiktoren bei Erwachsenen
Bei den Erwachsenen konnte der `Beschwerdewert` den größten Varianzanteil
sowohl auf der `Körperlichen` wie auf der `Psychischen Summenskala`
erklären. Der Zugehörigkeit zur Gruppe `Kranke Erwachsene` kam ebenfalls
noch eine gewisse Bedeutung zu. Allerdings diskriminierten beide Variablen die
Gruppen hoher und niedriger Lebensqualität zu Behandlungsbeginn unerwartet
gut. Zu Behandlungsende konnte nur der `Beschwerdewert` einen Teil der
gemessenen Varianz der Lebensqualitätsangsben aufklären, ohne dass der
Variablen noch entscheidende prädiktive Kraft zugemessen werden kann.
Die Ergebnisse sind zusammengenommen enttäuschend, auch wenn die
Erwartungen und Ziele in diesem Untersuchungsteil nicht zu hoch gesteckt waren
(vgl. Abschnitt 5.2.2.2.). Keine der Variablen, die mit der Zielgröße korrelierte,
besaß entscheidende prädiktive Kraft. Somit ist zu Behandlungsbeginn nicht
absehbar, welche Faktoren die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu T1
maßgeblich beeinträchtigt bzw. gefördert haben und welche Prognose in Richtung
einer signifikanten Lebensqualitätssteigerung zu erwarten wäre. Das Ergebnis der
psychosozialen Rehabilitation wird anhand der zur Verfügung stehenden
Informationen nicht vorhersagbarer.
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Zum Zusammenhang und Unterschied zwischen den Konstrukten Lebenszufriedenheit und Lebensqualität s.a.
Bullinger (2000).
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