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Juristische Determinanten des Vergabeprozesses 2 Juristische Determinanten des Vergabeprozesses Der Gestaltungsspielraum von Lösungsansätzen im Rahmen des Vergabeprozesses wird von einigen juristischen Determinanten bestimmt. Die relevanten Rechtsgrundlagen lassen sich grundsätzlich in die Bereiche vergaberechtliche Vorschriften auf nationaler bzw. europäischer Ebene sowie Rechtsgrundlagen für den elektronischen Handel einteilen. Zwar haben auch internationale Vereinbarungen wie das Government Procurement Agreement (GPA) Einfluss, jedoch nur mittelbar durch die EU-Vergaberichtlinien [SCHÄ02, S. 53-55]. Zu näheren Informationen zum internationalen Vergaberecht sei deshalb auf [KUNN98] verwiesen. Internationale Rechtsquellen Europaweite Rechtsquellen Legislativpaket (2.2.4) GPA Umsetzung durch EC-Richtlinie (2.4.1) Signaturrichtlinie (2.4.2) wird ändern Umsetzung durch Vergabekoordinierungsrichtlinien (2.2.2) Umsetzung durch Nationale Rechtsquellen GWB (2.3.1) VgV (2.3.2) SigG (2.4.3) Umsetzung Relevanz der Vorschriften (2.1.1) VOB/A, VOL/A,VOF Anforderungen an die digitale Vergabe (5) Abb. 3: Rechtsquellen und Abschnittsnummern innerhalb dieser Arbeit [stark erweitert gegenüber KNÜP01, S. 11] Wie die einzelnen vergaberechtlichen Rechtsquellen zueinander in Beziehung stehen, wird in Abb. 3 verdeutlicht. Im Weiteren werden die in Tab. 2 erläuterten Kurzbezeichnungen verwendet. Neben den bereits aufgezählten Vorschriften existiert eine Vielzahl von kommunalen oder bereichsbezogenen Verwaltungsvorschriften und Dienstanweisungen, die für die Abwicklung der Vergabe relevant sind. So auch die B-Teile der Verdingungsord29