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TOOLKIT Ntbackup für NT 4.0 und Windows 2000 Katalogisieren Die in NT 4 implementierte Ntbackup-Version macht es erforderlich, jedes Mal ein Band zu katalogisieren, wenn Sie dessen Inhalt durchsuchen wollen. Wenn Sie viele Wiederherstellungen durchführen, ist das ziemlich frustrierend. NT. Vielleicht überrascht es Sie, zu erfahren, dass die Ntbackup-Version für NT tatsächlich einen Katalog Ihrer Bänder anlegt, doch leider werden diese Kataloge jedes Mal wieder gelöscht, wenn Sie Ntbackup schließen. Öffnen Sie Ntbackup und katalogisieren Sie ein Band. Schauen Sie anschließend einmal in Ihr temporäres Verzeichnis, und suchen Sie nach der Katalogdatei. Ihr Name endet auf U01. Wenn Sie diese Datei in ein anderes Verzeichnis kopieren und Ntbackup schließen, werden Sie feststellen, dass die Originaldatei verschwunden ist. Verschieben Sie die Kopie wieder in das Verzeichnis Temp und öffnen Ntbackup erneut, ist auch der Katalog Ihres Bands wieder intakt. Mit dieser Methode können Sie die NT-Katalogdateien erhalten. Kopieren Sie alle Katalogdateien an eine andere Position, bevor Sie Ntbackup beenden. Wenn Sie später eine Wiederherstellung von einem Band durchführen müssen, können Sie die Katalogdateien wieder in Ihr temporäres Verzeichnis stellen. Diese Lösung ist zwar alles andere als perfekt, aber sie funktioniert. Windows 2000. Unter Windows 2000 brauchen Sie keine Katalogdateien mehr zu kopieren, damit diese intakt bleiben. Für die Verwaltung austauschbarer Datenträger gibt es unter Windows 2000 die Wechselmedienverwaltung. Deren Hauptfunktion besteht darin, die Kommunikation zwischen Anwendungen und Geräten wie CD-ROM-Jukeboxen und Band-Bibliotheken zu erleichtern. Eines der Features des Wechselmediendienstes ist die Verwaltung von MedienPools. Diese stellen eine Sammlung von Bändern oder Platten dar, die auf dieselbe Weise verwaltet werden. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Medien-Pools: System-Medien-Pools und Anwendungs-Medien-Pools. Erstere werden ausschließlich vom Wechselmediendienst verwendet, während zweitere von Programmen benutzt werden, um den Zugriff auf Medien zu verwalten, die vom Wechselmediendienst bereitgestellt werden. Anwendungs-MedienPools können sowohl automatisch von Programmen erstellt werden als auch manuell eingerichtet werden. Verwenden Sie hierfür das Snap-in Wechselme- 32 Windows 2000 Magazin 9/2000 dien aus der Computerverwaltung. Ntbackup erstellt und verwendet einen Anwendungs-Medien-Pool namens Backup. Der Wechselmediendienst sendet die gesicherten Daten an den Medien-Pool Backup und erstellt einen Datenkatalog. Wird Ntbackup geschlossen, bleibt der Katalog im Wechselmediendienst erhalten. Wenn Sie in Ntbackup Daten wiederherstellen möchten, durchsucht der Wechselmediendienst seine Datenbank und macht Ihnen alle bekannten Dateien verfügbar. Wenn Sie ein Band mit gesicherten Daten in eine NT-Maschine einlegen, erkennt der Wechselmediendienst die Daten auf dem Band als NT-spezifisch und fragt, ob Sie diese in den Datenträger-Pool Backup aufnehmen wollen (siehe Bild 3). Um die unterstützten Wechselmedien in Ihrem System anzuzeigen, öffnen Sie die Computerverwaltungs-Konsole, die sich im Ordner Verwaltung der Systemsteuerung befindet (schneller gelangen Sie dorthin, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf das Desktop-Icon „Arbeitsplatz“ klicken und den Menüpunkt „Verwalten“ aufrufen). Der zweite Haupteintrag in der Struktur (Datenspeicher) enthält, wie in Bild 4 zu sehen, die Einstellungen für austauschbare Datenträger. Wenn Sie erst „Wechselmedien“ und anschließend „Medien-Pools“ erweitern, werden drei Schlüssel angezeigt: „Freie Medien“, „Importmedien“ und „Nicht erkannte Medien“. Eventuell existiert auch schon ein Schlüssel „Backup“. Falls nicht, wird der Datenträger-Pool automatisch eingerichtet, sobald Sie zum ersten Mal ein Band mit einer älteren NT-Version importieren. Unterhalb der Medien-Pools befinden sich jeweils Schlüssel für die Wechsel- medientypen, die von Ihrem Rechner unterstützt werden. Die in Bild 4 dargestellte Maschine verfügt über ein CDROM-Laufwerk, ein Iomega Jaz, sowie ein 4-mm-DAT-Laufwerk zur Datensicherung. Der Backup-Pool im rechten Bereich enthält die DAT-Bänder, die zu Sicherungszwecken verwendet werden. Natürlich können Sie dem Backup-Pool jederzeit weitere austauschbare Datenträger hinzufügen. Suchen Sie das Medium in den anderen Datenträger-Pools und ziehen Sie es auf den entsprechenden Datenträgertyp unter Backup. In einem Dialogfeld werden Sie aufgefordert, die Verschiebung zu bestätigen. Nach der Bestätigung steht Ihnen das Medium unter Ntbackup zur Verfügung. Wenn Sie prüfen wollen, wie Ntbackup für Windows 2000 Kataloge speichert, öffnen Sie das Programm. Wenn Sie noch keine Sicherung unter Ntbackup erstellt haben, sollten Sie dies jetzt nachholen oder ein paar Bänder aus NT 4.0 importieren, um den Katalog zu füllen. Schließen Sie Ntbackup, öffnen Sie das Programm erneut, und klicken Sie auf die Registerkarte „Wiederherstellen“. Wählen Sie in der daraufhin angezeigten Struktur die Option aus, die Ihrem Datenträgertyp entspricht. Erweitern Sie diese, um alle Datenträger des MedienPools Backup anzuzeigen. Erweitern Sie die Struktur eines der angezeigten Datenträger. Nun wird jedes einzelne Band, CD-RW oder andere Medium mit einem eigenen Eintrag angezeigt. Wenn Sie den Katalog noch mehr erweitern möchten, müssen Sie das entsprechende Medium einlegen, um dessen Inhalt anzuzeigen. Ntbackup im Alltag In der Ntbackup- Version für Windows 2000 wurden die gravierendsten Schwächen der NT-4-Version behoben. Das daraus resultierende Sicherungsdienstprogramm kann in einer Firmenumgebung sinnvoller eingesetzt werden. Wenn Sie (noch) nicht unter Windows 2000 arbeiten, und Sie es sich in der nächsten Zeit auch nicht anschaffen wollen, können Sie sich das Leben mit den Tipps aus diesem Artikel vielleicht zumindest ein wenig erBild 4. Windows 2000 katalogisiert alle Bänder, die für das leichtern. Backup verwendet werden (fbi) www.win2000mag.de