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„Endprodukt“ Verkehr ab: Erhöhung der Verkehrssicherheit, Verbesserung des Verkehrsablaufs, Verringerung der Schadstoffemissionen etc. Zugleich
werden Anforderungen an die Tätigkeiten der Abnahme und der technischen Wartung beschrieben,
deren implizites Ziel die dauerhafte Sicherung der
einer regelgerechten Planung unterstellten angestrebten hohen Qualität der Verkehrssteuerung ist.
Die Tätigkeiten der Überprüfung und gegebenenfalls der Instandsetzung richten sich jedoch vornehmlich auf den Zustand der einzelnen Bestandteile der Lichtsignalanlage gemäß der ursprünglichen Planung; eine Rückbindung an die resultierende, durch geänderte Rahmenbedingungen gegebenenfalls veränderte Qualität des Verkehrsablaufs findet nicht statt.
Alle qualitätssichernden Tätigkeiten der verschiedenen Phasen der Lebensdauer einer Lichtsignalanlage werden gebündelt erstmals in der RiLSATeilfortschreibung 2003 im Kontext der resultierenden Qualität des Verkehrsablaufs betrachtet. In
einem neu hinzugekommenen Anhang „Qualitätssicherung“ werden für Anlagen im Betrieb eine turnusmäßige und ereignisbezogene Kontrolle und
Systempflege gefordert, bei der das Unfallgeschehen sowie aus Beobachtungen gewonnene Informationen zu Kenngrößen des Verkehrsablaufs
– z. B. die Überstauung von Fahrstreifen – zu einer
umfassenden Qualitätsbewertung genutzt werden.
Das Ergebnis dieser Beurteilung ist der Indikator
für das Erfordernis, durch geeignete Verbesserungsmaßnahmen die resultierende Qualität des
Verkehrsablaufs zu erhöhen.
8.2
Erreichter Forschungsstand
Qualitätsmanagement oder Qualitätssicherung
wird im Zusammenhang mit Lichtsignalanlagen
bisher nur selten explizit als Forschungsgegenstand, Forschungsziel oder Thema einer Veröffentlichung benannt. Dennoch wurden im Untersuchungszeitraum Studien veröffentlicht, die sich mit
Teilfragestellungen beschäftigen, die im Rahmen
eines Qualitätsmanagements zu betrachten sind.
Innerhalb der in solcher Weise dem Qualitätsmanagement zuordenbaren Literatur werden vor allem
·
das Handlungserfordernis einer Verbesserung
der Lichtsignalsteuerung und ihrer Anpassung
an die Richtlinien,
·
die systematische Überprüfung und Bewertung
von Lichtsignalanlagen,
·
die Automatisierung und Standardisierung von
Überwachungsfunktionen und -aufgaben und
·
die Kommunikation mit Verkehrsteilnehmern im
Umfeld der Lichtsignalsteuerung
behandelt.
Die Ergebnisse verschiedener empirischer Untersuchungen unterstreichen einen bedeutenden
Handlungsbedarf für die Verbesserung der Lichtsignalsteuerung und ihre Anpassung an die gültigen Richtlinien.
Anhaltspunkte für den Handlungsbedarf zeigt eine
Untersuchung von THOMAS (2001), der in einer
Untersuchung von mehr als 40 im Betrieb befindlichen Lichtsignalanlagen im US-Bundesstaat Iowa
erhebliche Mängel festgestellt. Diese reichen von
unzureichend ermittelten Zwischenzeiten über die
nicht ausreichende Ausstattung und Sichtbarkeit
der Signalgeber zu einem grundsätzlich mangelhaften Wartungszustand. Zwar können die Ergebnisse weder auf den Gesamtbestand der Lichtsignalanlagen in Iowa noch auf Deutschland übertragen werden, die Untersuchung zeigt jedoch auf,
dass das Fehlen einer regelmäßigen und systematischen Überprüfung in den verschiedenen Phasen
der Lebensdauer von Lichtsignalanlagen zum Auftreten signifikanter Mängel führen kann, die im
Routinebetrieb unentdeckt bleiben.
Dass durch eine systematische Überprüfung und
Bewertung bestehender Lichtsignalanlagen weitreichende Verbesserungspotenziale erschlossen
werden können, zeigt auch der Erfahrungsbericht
von HANGLEITNER et al. (1997). Hier wurde bei
der Überprüfung von insgesamt 29 Streckenzügen
in 15 Fällen ein erhebliches Verbesserungspotenzial ermittelt. In einer volkswirtschaftlichen Betrachtung hat SUNKARI (2004) ein Nutzen-Kosten-Verhältnisse von 40:1 für eine Verbesserung der Signalprogramme festgestellt.
Die Bedeutung eines systematischen Ansatzes
beim Unterhaltungsmanagement von Lichtsignalanlagen unterstreicht KRAFT (1997). Als Ergebnis
einer Befragung unter US-amerikanischen Betreibern von Lichtsignalanlagen zeigte sich jedoch,
dass die überwiegende Anzahl der Betreiber ausschließlich mit listen- und kontrollbuchbasierten
Systemen arbeitt und keine softwaregestützten
Verwaltungs- und Wartungssysteme nutzt, sodass
auf diesem Feld ein weitreichendes Verbesserungspotenzial gesehen wird. Der dieser Untersu-