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Schluss What we familiarly refer to, for example, as film, photography, and television are transient elements within an accelerating sequence of displacements and obsolescences, par t of the delirious operations of modernization. Crary 2001, 13 Das Fernsehen (wie wir es kennen) befindet sich gegenwärtig ganz sicher in Auf lösung; die räumlich gestreute, gesellschaftlich aber synchroni sierte Wahrnehmung von f lüchtigen, durch ein Programmschema definierten Bildern und Tö nen im häuslichen Wohnzimmer, verliert ihre Dominanz und Eindeutigkeit. In diesem Sinn kann Fernsehen als »Zwischenspiel« in der (Medien-) Geschichte betrachtet werden (Zielinski 1989). Dennoch sollte diese Arbeit die Diagnose vom ›Fernsehen im Übergang‹ in dop pelter Hinsicht relativieren: Zum einen sind Veränderungsprozesse sowie he terogene Apparate, Programme und Praktiken eher dauerhafte Merkmale des Mediums als marginale Erscheinungsformen. Die Identifizierung eines Fern sehens, das – zwischen den unübersichtlichen Phasen der Einführung und des Übergangs bzw. der Auf lösung – nur deshalb gesellschaftliche Bedeutung er hält, weil es weitgehend konstant und eindeutig funktioniert und sich somit unauffällig in die alltäglichen Praktiken einfügt, ist Resultat einer sehr spezi fischen wissenschaftlichen Perspektivierung von Medien und deren (potenzi ellen) Machtef fek ten. Zum anderen sind die gegenwärtigen Heterogenitäten und Veränderungen nicht nur als Auf lösungserscheinungen zu verstehen, die nur deshalb von Be deutung sind, weil sich in ihnen eine neue mediale Konstellation abzeichnet. Ganz unabhängig davon, in welche Richtung die Entwicklungen ›deuten‹ mö gen, entfalten die gegenwär tigen televisuellen Mechanismen, gerade durch ihre Heterogenität, Flüchtigkeit und Uneindeutigkeit, eine kulturtechnologi sche Produktivität: Sie stützen bestimmte Praktiken, sind Teil einer gouverne mentalen Rationalität und verleihen so dem neoliberalen Selbstmanagement der Individuen Plausibilität. Das Ziel der Argumentation bestand nicht darin, die Heterogenität zum ent scheidenden Merkmal von Fernsehen zu machen, sondern darin, die Effekte (oder Funktionen) von Fernsehen statt auf eine distinkte Konstellation, auf ein 260 Gouvernementalität des ›neuen‹ Fernsehens